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Aktive Woche für Senioren

Aktiv-Woche bietet allerhand Geselligkeit

Mit dem Planwagen ging es für die Senioren zum Auftakt der Aktiv-Woche durch den Burgwald nach Oberrosphe zu einem Rundgang im Dorfmuseum.
Monika Schellenberg, Ursula Köster und Louise Scherer (von links) beim Kaffeetrinken.

Monika Schellenberg, Ursula Köster und Louise Scherer (von links) beim Kaffeetrinken.

© Philipp Lauer

Oberrosphe. Bei der Ankunft am Dorfmuseum waren die 43 Planwagenfahrer begeistert von der zurückgelegten Strecke. Von Wetter aus ging es durch den Burgwald am schwarzen See und dem Hochmoor vorbei für manche ins „Unbekannte“. Zwischendurch gab es ein Frühstück im Wald und ein Picknick an den Franzosenwiesen. Dort hielt Otto Niedziella einen kurzen Vortrag in Sachen Naturschutz.

Karin Kühn aus Caldern nimmt zum ersten Mal an der Senioren-Aktiv-Woche teil. „Es gibt so schöne Wege im Burgwald, die man nur erlaufen kann. Das ist natürlich schwer, wenn man nicht mehr so gut zu Fuß ist“, erklärt Kühn, warum ihr die Planwagenfahrt so gut gefallen hat.

Hans Bertram begrüßte die Gäste im Dorfmuseum und führte kurz in die Geschichte des Dorfs und des alten Forsthofs ein. Dort ist das Dorfmuseum mit seinen Ausstellungen zum dörflichen Alltag beheimatet. Anschließend begrüßten auch die Bürgermeister aus Lahntal, Cölbe und Wetter ihre Mitbürger zum Auftakt der Aktiv-Woche.

Eine spontane Umfrage ergab, dass an diesem Tag die meisten Teilnehmer aus den Gemeinden Wetter und Lahntal stammen, zwei aus Cölbe und Münchhausen.

Besuch des Dorfmuseums weckt Erinnerungen

In drei Gruppen führten Hans Bertram, Elfriede Hahn und Helmut Wolf die interessierten Besucher durch die einzelnen Gebäude des Dorfmuseums. Im Wohnhaus erlebten sie das eine oder andere Aha-Erlebnis. Entweder sie erkannten Alltagsgegenstände aus der eigenen Jugend wieder oder bestimmte Verhaltensweisen. Zum Beispiel ging es in der Küche darum, dass die Butter früher weiterverkauft wurde, um das Haushaltsgeld aufzubessern. Der Ausspruch: „Nimm nicht so viel Butter, die will ich noch verkaufen“ war so manchem noch geläufig.

Bei den Ausstellungsstücken aus der Zeit des dritten Reichs kühlte die Stimmung dann spürbar ab, immerhin hatte mancher die Schrecken der Kriegsund der Nachkriegszeit als Kind erfahren müssen. Im nächsten Raum erklärte Hahn die unterschiedlichen Trachten und Aussteuertraditionen.

Nach dem Rundgang durch das Museum gab es zum Abschluss eine gesellige Einkehr zu Kaffee und Kuchen. „Eigentlich sind wir den ganzen Tag am essen“, scherzt Ursula Köster. Sie nimmt gemeinsam mit Louise Scherer seit sechs Jahren am Programm teil, Monika Schellenberg ist seit zwei Jahren mit dabei. „Teilweise kennen wir die Leute schon“, sagt Scherer. „Wenn man offen ist, kann man hier gut neue Leute kennenlernen“, ergänzt Köster.

Abschlussfahrt kommt regelmäßig gut an

Das Trio schätzt die Geselligkeit und nimmt auch in diesem Jahr an fast allen Aktivitäten teil. Besonders freuen sich die drei Goßfeldenerinnen auf den Ausflug nach Willingen am Freitag.

Andrea Stark von der Stadt Wetter erklärt: „Die Abschlussfahrt kommt immer gut an und ist schon ausgebucht. Aber die Teilnehmer sind auch immer wieder erstaunt, was man in der Heimat alles entdecken kann.“ Die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Lahntal Ortrud Lauer betont, das Programm werde in diesem Umfang auch durch viele ehrenamtliche Helfer ermöglicht.

Für die morgige Wanderung auf dem Reddehäuser Premiumweg können sich Kurzentschlossene bei Ingeborg Weitzel in Cölbe unter der Telefonnummer 06421 985011 anmelden.

von Philipp Lauer


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