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„Adler“ hebt zum ersten Mal ab

Flugplatzfest „Adler“ hebt zum ersten Mal ab

Tausende Besucher kamen am Wochenende auf das Fluggelände bei Schönstadt. Dort vermittelte der KVFL unterhaltsame wie wissenswerte Eindrücke über das Hobby am Himmel. Ein neuer Flieger erregte Aufmerksamkeit.

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Auf dem Flugplatz des KVFL bei Schönstadt konnten die Besucher die verschiedenen Modelle begutachten – auf dem Gelände und in der Luft.

Quelle: Ina Tannert

Schönstadt. Ein Highlight der zweitägigen Feier war am Samstag die offizielle Flugzeugtaufe des neuesten Vereinsschatzes – ein seltenes Ereignis, das Mitglieder wie Besucher trotz des wechselhaften Wetters genießen konnten.

Der neue Star und ganze Stolz des KVFL ist eine moderne „Aquila“ (auf deutsch „Adler“), die erst ein Woche zuvor in ihrer neuen Flughalle ankam. Bunt geschmückt wurde der neue Zweisitzer von Landrätin Kirsten Fründt per Sektdusche getauft. Die besonders energieeffiziente Maschine schafft es auf 240 Stundenkilometer und sei „eine prima Investition in die Zukunft in einem tollen Hobby“, lobte die Taufpatin. Für den neuen Wolkenstürmer überreichte sie eine kleine Spende vom Landkreis, „für ein Sitzkissen oder so“, schmunzelte Fründt.

Modernisierung des Flugzeugparks

Die neue Maschine ist ein weiterer Schritt in Richtung Modernisierung des vereinseigenen Flugzeugparks: „Menschen müssen lernen, Verantwortung zu übernehmen“, betonte Vereinsvorsitzender Albrecht Teich. Und das nicht nur während der Ausbildung zum Piloten und beim Betreiben des Hobbys, sondern ebenfalls mit nachhaltigem Blick auf natürliche Ressourcen.

Die 100 PS starke Maschine hat nicht nur eine geringe Lärmemission, sondern ist besonders spritsparend und schafft bis zu 1150 Kilometer mit einer Tankfüllung. Teich dankte allen Mitgliedern, Helfern und vor allem den Fluglehrern, deren Einsatz die Neuanschaffung überhaupt erst möglich gemacht hatte – „ohne euch geht es nicht“, betonte der Vereinschef. Finanziert wurde der Flieger aus Vereinsmitteln und einer Spende der Sparkasse Marburg-Biedenkopf.

Rundflüge durch starken Regen unterbrochen

Neben der offiziellen Taufe weihte er zudem das neue Mini-Flugzeug auf dem Spielplatz ein, das zahlreiche Kinder an dem Wochenende nutzten, um vielleicht ihre ersten Schritte gen Himmel zu unternehmen. Die großen Besucher nutzten die Möglichkeit, sich von den Vereinsmitgliedern beraten und in die Lüfte schicken zu lassen, auch wenn der Regen am ersten Festtag dem Ganzen zwischenzeitlich einen Strich durch die Rechnung machte: Piloten und Besucher hatten dem trüben Wetter zu trotzen, das sich bis zum Nachmittag nicht bessern wollte. „Wir hatten 30 Liter Niederschlag am Vormittag“, berichtete Teich. Auf die Gewitterwarnung reagierte der Verein sofort und sperrte den Flugverkehr für einige Stunden.

Am frühen Nachmittag dann die erlösende Botschaft: das Flugfeld wurde wieder freigegeben und die Gäste konnten die ersten Rundflüge hoch über den Wolken genießen. Und die gab es während des Festes nicht nur frei Haus sondern auch zu gewinnen. Bei der ausverkauften Tombola winkten rund 550 kleine und große Preise, darunter Rundflüge oder Restaurant- und Tankgutscheine.

Imposante Blicke aus der Vogelperspektive

So spärlich besucht das Fest am verregneten Samstag war – am Sonntag strömten die Besucher dann wieder wie gewohnt in Massen auf das Fluggelände und genossen einen sonnigen, unterhaltsamen Festtag. Auch die Traktorfreunde Lohra kamen überraschend vorbei und stellten ihre historischen Schätze vor, mit im Schlepptau unter anderem einen liebevoll restaurierten „Ursus“, ein Oldtimer-Traktor aus dem Jahr 1949. Daneben sorgten zahlreiche Vereine der Umgebung mit kleinen Experimenten und Anekdoten für die Unterhaltung der Gäste. Unter anderem zeigten einige Piloten imposante Einblicke ihrer Auslandsreisen aus der Vogelperspektive. Zwischendurch munterte die Modellflugabteilung die Gäste auf, führte ihre Flugmodelle vor oder ließ kleine Mini-Drohnen durch die Flughallen flitzen.

„Das Interesse war noch besser als im vergangenen Jahr, wir sind sehr zufrieden“, konnte sich Schatzmeister Werner Hoffarth über knapp dreitausend Besucher freuen, die an dem Wochenende gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern ihre Runden am Boden wie in der Luft drehten.

 
Die neue „Aquila“ des Vereins war der Renner auf dem Fest. Foto: Ina Tannert

von Ina Tannert

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