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90000 Euro Zuschuss gehen zurück an den Absender

Parlament Wetter 90000 Euro Zuschuss gehen zurück an den Absender

Das kommt auch nicht alle Tage vor: Ein Parlament stimmt einstimmig dafür, einen bereits bewilligten Zuschuss nicht anzunehmen

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Nein dank, wir brauchen die Zuschüsse nicht. In Oberrosphe gibt es nicht so großen Bedarf - besser gesagt: Nicht so viele Kinder.

Quelle: Heike Berse / pixelio.de

Todenhausen. Am 22. März teilte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern der Stadt Wetter schriftlich mit, dass sie zwei Zuschüsse genehmigt bekommen hat, um das Platzangebot für unter Dreijährige in den Kindergärten zu erhöhen. 90000 Euro für den Umbau des ehemaligen Raiffeisen-Gebäudes in Oberrosphe zu einer Kindertageseinrichtung mit gleichzeitiger Schaffung von zehn neuen Plätzen für Kinder unter drei Jahren. Und 14280 Euro für den Umbau im evangelischen Kindergarten „Die Arche“ bei gleichzeitiger Schaffung von fünf neuen U-3-Plätzen.

So weit so gut. Zur Sitzung der Parlamentarier am Dienstagabend schlug der Magistrat vor, den Zuschuss für die Arche in Anspruch zu nehmen und den Zuschuss für das Vorhaben in Oberrosphe zurückzugeben. Die Begründung: Die derzeitige Bedarfsplanung liefert keinen Grund für die Schaffung von zehn U-3-Plätzen in Oberrosphe. Der Ausbau der U-3-Plätze in der Arche bedingt allerdings einen Wegfall von 15 Plätzen für Kinder über drei Jahren. Dennoch sprachen die Parteien von einem Schritt in die richtige Richtung. CDU-Mann Niklas Zielen forderte nun ein tragfähiges Gesamtkonzept auf den Weg zu bringen. Mathias Matzen von den Grünen begrüßte diese Entscheidung ebenfalls, erinnerte aber daran, dass damit das eigentliche Problem von Oberrosphe nicht gelöst sei. „Der Kindergarten ist von den Räumlichkeiten nach wie vor zu eng. Da müssen wir dran bleiben.“

Nachfrage nach Plätzen kann sich schnell ändern

So sah das auch Martin Krieger von der Fraktion Die Linke. „Was Oberrosphe angeht, setzen wir jetzt auf eine Lösung, bei der von Anfang an auch die Eltern mit eingebunden werden sollen.“ Schließlich gehe es um eine weitreichende Entscheidung, die auch Auswirkungen auf Unterrosphe und den Kindergartenstandort Mellnau haben kann. Bürgermeister Kai-Uwe Spanka bestätigte auf Nachfrage, dass die Kommission, die sich mit der Kindergarten-Thematik für die drei genannten Stadtteile beschäftigen wird, am Montag ihre Arbeit aufnehmen wird. Darüber hinaus soll Ende Mai erstmals der Runde Tisch zum Thema U-3-Betreuung tagen.

Zielen machte deutlich, dass es sehr wichtig sei, in dieser Sache voranzukommen, weil sich die Nachfrage nach den Plätzen auch mal schnell ändern könne. Derzeit, und das wisse er als Vater nun mal ganz genau, stehe ein U-3-Kind auf der Warteliste. Zur Sitzung in Todenhausen waren auch 18 Gäste gekommen, darunter Erzieherinnen aus der evangelischen Kindertagesstätte „Die Arche“. Sie nahmen die Entscheidung bezüglich ihrer Einrichtung positiv auf. Spanka machte indessen deutlich, dass die Arche in einem städtischem Gebäude untergebracht ist. „Der Magistrat hat der Arche angeschrieben mit dem Hinweis, dass dort keine baulichen Veränderungen ohne die Kenntnis des Magistrats vorgenommen werden sollen.“

Die Gespräche mit der Arche zum diesjährigen Haushaltsansatz seien noch nicht abgeschlossen, informierte Spanka weiter. Der Gesamthaushalt 2013 der Stadt Wetter wurde indessen von der Kommunalaufsicht des Landkreises genehmigt.

von Götz Schaub

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