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70 statt 80 Prozent Deckung

Friedhofsgebühren in Wetter 70 statt 80 Prozent Deckung

In einer zehnminütigen Sitzung beschlossen die Stadtverordneten, deren Reihen nach Ferienbeginn bereits gelichtet waren, den Kompromissvorschlag zur umstrittenen neuen Friedhofsgebührenordnung, und zwar einstimmig.

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Im dritten Anlauf beschlossen die Stadtverordneten im Bürgerhaussaal der Stadthalle einstimmig den Kompromissvorschlag für die neue Friedhofsgebührenordnung.

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Nicht die von Magistrat, SPD und FDP angestrebten 80, sondern 70 Prozent Kostendeckung werden mit den rückwirkend ab 1. Januar 2016 gültigen neuen Gebührensätzen erreicht. Bislang betrug der Deckungsgrad 40 Prozent, was zu einem derzeitigen Zuschussbedarf von 170 000 Euro führte.

Beispiele für die neuen Sätze: Reihengrabstätten für Erwachsene und Kinder ab 5 Jahren künftig 1 500 Euro statt 553 Euro (Ursprünglicher Vorschlag: 1 710 Euro); Ausheben einer Reihengrabstätte künftig 260 Euro statt 243 Euro (Ursprünglicher Vorschlag: 290 Euro); Abräumen einer Doppelgrabstätte künftig 540 Euro statt 0 Euro (Ursprünglicher Vorschlag: 610 Euro).

Als einziger Stadtverordneter meldete sich vor der Abstimmung Stefan Ronzheimer (FDP) zu Wort, der sich in der vorangegangenen Sitzung der Debatte enthalten hatte, weil er um einen verstorbenen Freund und Feuerwehrkameraden trauerte. Er verlangte eine Entschuldigung, da ihn die CDU damals mit der Bezeichnung „Stimmvieh“ beleidigt habe. CDU-Fraktionsvorsitzender Nicklas M. Zielen entschuldigte sich umgehend „in aller Form“.

Weiter merkte Ronzheimer an, dass der Bauhof bei der Vergabe der Friedhofsarbeiten berücksichtigt werden sollte. Die CDU hatte zuletzt angeregt, zwecks Kosteneinsparung auf dem freien Markt nach günstigeren Anbietern zu suchen.
Abschließend berichtete Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, dass sich der Magistrat mit der Resolution der Ortsbeiräte zum Bau einer Trinkwasserleitung ins Rhein-Main-Gebiet befasst und diese mit rechtlichen Ergänzungen versehen habe. Sie gehe nun in den Geschäftsgang der Stadtverordnetenversammlung. Weiter sei der Auftrag für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Treisbach im Volumen von etwa 500 000 Euro an eine Marburger Firma vergeben worden.

von Manfred Schubert

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