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500 000 Kubikmeter Erde werden bewegt

Bauarbeiten an der B 252 500 000 Kubikmeter Erde werden bewegt

Es ist ein massiver Eingriff in die Landschaft - doch einer, der einfach gemacht werden muss. Das bekräftigte der grüne hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir bei einem Baustellenbesuch an der neuen B-252-Trasse bei Wetter.

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Fast könnte man meinen, dass zwischen Wetter und Lahntal eine Autobahn entsteht, bei dem breiten Korridor, der sich dem Betrachter offenbart. Aber die Baustelle benötigt zum gegenwärtigen Zeitpunkt eben diesen Raum.

Quelle: Nadine Weigel

Wetter. Der hessische Verkehrsminister zeigte sich beeindruckt von den Zahlen, die aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet die Eckpunkte der „MüWeLa“-Ortsumgehung darstellen. Zunächst einmal stehen 111 Millionen Euro bereit für die neue 17,6 Kilometer lange Straße durch die Kommunen Lahntal, Wetter und Münchhausen.

Zur Herstellung der Trasse werden 500000 Kubikmeter ­Erde bewegt. Ende 2020, in Teilstücken schon ab 2018, soll die Umgehung fertiggestellt sein. „Die Ortsumgehung wird den Verkehr sicherer und flüssiger machen und die Anwohner der derzeitigen Bundesstraße in den Orten spürbar entlasten“, so Al-Wazir.

Umgehung soll Verkehr in den Orten um bis zu 90 Prozent reduzieren

Derzeit rollen täglich zwischen 10 900 (Münchhausen) und 19 800 (Göttingen) Fahrzeuge durch die Orte. „Mit der Fertigstellung der Ortsumgehung werden bis zu 90 Prozent des Verkehrs aus den Ortslagen herausgenommen“, so der ­Minister weiter. Die Entlastung der Menschen sei einer der drei wichtigen Punkte, die das Projekt rechtfertigen. Der zweite sei es, dass es weiter im ländlichen Raum Produktionen gibt, die dann aber verkehrstechnisch bessere Anbindungen haben. Der dritte Grund sei, dass Unfallgefahrenpunkte aus den Orten genommen werden. Er betonte, dass der massive Eingriff in die Landschaft durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen zum Wohle der Natur abgefedert werde. Zudem machte er auch deutlich, dass er weiterhin für alternative Verkehrswege eintrete, etwa für eine gute Nutzung der Bahnstrecken.

So sah das auch Wetters ­Bürgermeister Kai-Uwe-Spanka, der sich wie Al-Wazir auch über die 2015 reaktivierte Bahnstrecke zwischen Frankenberg und Korbach freut. „Auch das ist ein Schritt in die richtige Richtung, der prognostizierter Zunahme an Verkehr in den kommenden Jahren zu begegnen“, sagte Spanka. Der Bürgermeister verteilte auch Lob an die Baufirma und an Hessen Mobil, das Amt, was mit der Umsetzung des Projekts beauftragt ist. Er sieht gute Fortschritte und ist auch guter Dinge, dass der Zeitplan gehalten werden kann. Die Arbeiten wurden im Sommer 2013 aufgenommen und in zwei Abschnitte unterteilt.

Im ersten Abschnitt wurden ziemlich zeitintensiv zunächst die notwendigen Bauwerke wie Brücken, Unterführungen und Anschlüsse errichtet. So auch die neue Überführung der L3091, die Wetter mit Amönau verbindet. Dort ließ sich am Freitag der hessische Verkehrsminister über den aktuellen Stand der Bauarbeiten unterrichten. Von dort aus soll es voraussichtlich Mitte­ 2018 schon freie Fahrt bis nach Goßfelden geben.

von Götz Schaub

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