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29-Jährige stürzt in Pumpstation

Unfall in Holzhausen (Eder) 29-Jährige stürzt in Pumpstation

Eine Biedenkopferin sollte für das Marburger Umwelt-Hygiene-Institut Wasserproben nehmen. Doch der Arbeitstag endete tragisch: Die Frau stürzte an der Holzhäuser Pumpstation drei Meter tief.

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Feuerwehrleute und Rettungsassistenten tragen die Frau nach der Bergung vorsichtig den Hügel der Pumpstation hinunter.

Quelle: Mark Adel

Holzhausen (Eder). Die 29-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Die Bergung gestaltete sich schwierig, weil die Frau durch den engen Schacht in die Höhe gebracht werden musste. Sie hatte zuvor Proben aus der Pumpstation im Wolfsangelbach entnommen.
Gegen 10.25 Uhr ereignete sich das Unglück: Beim Ausstieg aus dem Brunnen klappte der obere Teil der Leiter zurück, die Frau stürzte etwa drei Meter in die Tiefe und zog sich dabei schwere Verletzungen zu.
 

Per Rettungshubschrauber ins Uni-Klinikum

Ein Mitarbeiter des Hatzfelder Bauhofs, der am Eingang der Pumpstation auf die Frau wartete, alarmierte über den Notruf die Rettungskräfte. Notärztin, Rettungswagen sowie die vier Feuerwehren aus dem Hatzfelder Stadtgebiet eilten zur Unglücksstelle am Dorfrand. Auch der in Siegen stationierte Rettungshubschrauber Christoph 25 flog nach Holzhausen.
Die Frankenberger DRK-Notärztin, der Arzt aus dem Hubschrauber und Rettungsassistenten versorgten das Unfallopfer, während Feuerwehrleute die Rettung vorbereiteten. Sie ließen eine Trage an Seilen in den Schacht. Daran wurde die Frau langsam ins Freie gezogen.Mit dem Rettungshubschrauber wurde die Frau in die Marburger Uni-Klinik gebracht.

Eventuell an der Sicherung hängengeblieben

Der Unfallhergang war zunächst unklar. Der klappbare obere Teil der Leiter ist gesichert, die Sicherung war nach Angaben des Bauhof-Mitarbeiters beim Abstieg eingerastet. Möglicherweise war die Frau an der Sicherung hängengeblieben und hatte sie dadurch gelöst. Das Amt für Arbeitsschutz beim Regierungspräsidium wurde informiert. Der Holzhäuser Wehrführer Thomas Eckel leitete den Einsatz.
Nach Angaben von Bürgermeister Uwe Ermisch, der am Unglücksort war, werden routinemäßig im Abstand von drei Monaten Proben an den Trinkwasserbrunnen entnommen. Die Holzhäuser Pumpstation versorgt Holzhausen und Eifa mit Wasser.

von Mark Adel

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