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150 Teilnehmer trotzen dem Regen

Burgwaldtag 150 Teilnehmer trotzen dem Regen

Dauerregen hat rund 150 große und kleine Teilnehmer nicht abgehalten, sich am Erlebnistag rund um die Burg Mellnau zu beteiligen. Die Sternwanderung endete auf der Burg, wo Zelte auf die nassen Gäste warteten.

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Gut eingepackt und mit Schirmen ausgerüstet – so trotzten die Sternwanderer unterschiedlicher Gruppen in und rund um Mellnau dem Regen. Mehr als 50 Wanderer machten sich auf zur Eröffnung des Kuckucksweges.

Quelle: Martina Koelschtzky

Mellnau. Die Sternwanderung zur Burg Mellnau wurde im vergangenen Jahr bei der 750-Jahr-Feier des Burgwaldortes erstmals angeboten, bei gutem Wetter waren damals mehr als tausend Menschen dabei. Deshalb haben Männergesangverein und Turnverein beschlossen, die Veranstaltung wieder anzu­bieten. Das Wetter spielte diesmal allerdings überhaupt nicht mit: Es regnete ohne Pause, die Wolken hingen tief über den Burgwaldhöhen und der Burg.

Dennoch machten sich 20 junge Feuerwehrleute und ihre Freunde schon um halb zehn auf den Weg über Mellnauer Kreuz, Riewe-Eck und Schmidts Eiche, um auf der Burg zum Abschluss noch ein bisschen zu feiern. Nass kamen sie an, hatten aber großen Spaß unterwegs, versicherten sie. Sieben tapfere Weitwanderer um Pfarrerin Wilma Ruppert-Golin waren schon um 8.45 Uhr in Oberrosphe gestartet, um über Mellnau zur Andacht auf den Christenberg zu gehen und sich auf dem Rückweg auf der Burg zu stärken.

Um 10 Uhr startete am Bahnhof Wetter die Energie-Tour. Zehn Interessierte holte der Betreiber der Bioenergie-Anlage „Vor den Tannen“, Stefan Lölkes, ab, und zeigte ihnen nach einer Wanderung die Biogas-Produktion, die mittlerweile auch 48 Haushalte in Unterrosphe mit Wärme versorgt. „Viele Besucher kommen mit Vorbehalten, aber wer die Führung mitgemacht hat, sieht die Dinge hinterher doch anders“, stellt Lölkes zufrieden fest.

Schlammbespritzt auf die Burg

Um 11 Uhr gingen dann alle übrigen Gruppen an den Start: Die „Mellnau-Biker“ mit Regenzeug und Mountainbikes tobten sich auf 25 Kilometern durch den Burgwald aus. „Es war schon sehr schlammig, das strengt dann mehr an“, erklärte Michael Grauel die verkürzte Tour. Schlammbespritzt und bester Laune kamen die Biker auf der Burg an. Auf Schnitzeljagd durch das Dorf machten sich rund 30 Kinder mit ihren Eltern. Elf Stationen mit Rätseln und anderen Aufgaben hatten Julia Völk, Diana Schneider und die Frauen von der Zumba-Gruppe vorbereitet, am Ende konnte sich jedes Kind auf der Burg ein Tüte mit Süßig­keiten zusammenstellen. In Oberrosphe startete der dortige Männergesangverein, der von den Mellnauer Sängern abgeholt wurde und mit 22 Mann plus Dirigent Kurt Latzko durch den Regen wanderte, um im Zelt auf der Burg wieder trocken zu werden. Die größte Gruppe erkundete mit 50 Wanderern den neu eingerichteten Kuckucksweg. Auf den 6,5 Kilometern rund um Mellnau hat der Archiv-Verein die Sprachboxen in diesem Jahr mit Vogelstimmen bestückt, dazu gibt es auf Platt naturkundliche Erklärungen.

Das berichtete Armin Völk den Teilnehmern der Wanderung ebenfalls auf Platt – nur in die Erklärung, dass zur besseren Verständlichkeit an jeder Station die Infos auch über QR-Codes mit dem Smartphone abrufbar sind, flossen einige Worte auf Hochdeutsch ein. So werden die Sprachboxen auf der Rundwanderung zum unterhaltsamen Ratespiel.

Ab halb eins fanden sich alle Gruppen nach und nach auf der Burg ein und wurden mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Pommes frites von den örtlichen Vereinen bewirtet. Auch Informationsstände von Gemeindearchiv und der BI Windkraft waren vor Ort. Die Stimmung der Gäste war trotz des schlechten Wetters bestens. Für das nächste Jahr haben die Vereine schon eine neue Idee, hieß es. Aber näheres wurde noch nicht verraten.

von Martina Koelschtzky

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