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125 Jahre und kein bisschen müde

Männerchor plant Zukunft 125 Jahre und kein bisschen müde

Vor 125 Jahren wurde der Männergesangverein (MGV) 1889 Caldern gegründet. Am 17. und 18. Mai wollen die Sänger dieses Jubiläum auf dem Festplatz des Dorfgemeinschaftshauses groß und angemessen feiern.

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Der Vorstand des MGV Caldern freut sich auf das Festwochenende und möchte möglichst viele Gäste begrüßen: Hans-Joachim Klingelhöfer (hinten von links), Hans Landschneider, Arend Benthien, Andreas Ochs, Reiner Felgenhauser (vorne von links), Heinz Felgenhauser, Florian Erle und Lothar Ochs.

Quelle: Heiko Krause

Caldern. „Wir haben bewusst keinen offiziellen steifen Kommers vorgeschaltet, sondern wollen mit den Menschen einen lockeren Abend genießen“, betonte der Vorsitzende, Heinz Felgenhauer, bei der Vorstellung des Programms. Jeder sei willkommen mitzufeiern.

18.30 Uhr eröffnen die Gastgeber das Fest am Samstag, 17. Mai. Insgesamt werden neun befreundete Chöre mit jeweils zwei Liedbeiträgen auftreten. „Das sind langjährige Freundschaften, die wir so pflegen“, erläuterte Felgenhauser. Anschließend spielen die in Caldern bereits bekannten „Die Rossdörfer“ aus Rossberg und Dreihausen mit Unterhaltungsmusik auf und bitten zum Tanz. Und für Fußballfans ganz wichtig: Das DFB Pokalendspiel Bayern gegen Dortmund wird beim Jubiläum auf Großbildleinwand im Bürgerhaus übertragen

„An dem Tag geht auch eine Ära zu ende“, berichtete der Vorsitzende. Chorleiter Horst Holzhausen höre nach 22 Jahren auf. Mit dem Stabswechsel übernimmt Andreas Ochs die Chorleitung, das freut Felgenhauer besonders, handele es sich doch bei ihm um einen aktiven Sänger aus den eigenen Reihen.

Während am ersten Abend ein kleiner Eintritt verlangt wird, ist dieser am Sonntag frei. Zunächst gibt es eine Kranzniederlegung am Ehrenmal bevor im Festzelt um 9:30 Uhr ein Gottesdienst mit musikalischer Mitgestaltung des Posaunenchors Caldern das Programm eröffnet. Nach Auftritten des Männergesangvereine Caldern, Sterzhausen und Michelbach gibt es um 12.30 Uhr ein Platzkonzert der „Wohrataler Musikanten“, bevor der Tag gemütlich bei Kaffee und Kuchen ausklingt. Auch an die Kinder habe man beispielsweise mit einer Hüpfburg gedacht. Überhaupt sei an beiden Tagen für das leibliche Wohl bestens gesorgt, betonte Felgenhauer. Der Gesangverein leiste die Bewirtung mit Speis und Trank dank der Mithilfe von vielen Mitgliedern, die auch für den sonntäglichen Mittagstisch verantwortlich zeichnen.

35 aktive Sänger zwischen 18 nund 80 Jahren gebe es im Verein und mehr als 100 Passive. Nie in seiner Geschichte habe der Chor weniger als 30 Aktive gehabt, sagte Felgenhauer nicht ohne Stolz. Und damit das so bleibe, betreibe man Mitgliederwerbung.

Besonders schön sei es, dass mit Arend Benthien ein Neubürger als Sänger und schnell auch als Vorstandsmitglied gewonnen worden sei, so der Vorsitzende, das Beispiel sollte Schule machen. Schließlich solle eine lange Tradition weitergeführt werden. „Wir sind weiterhin bestrebt, als reiner Männergesangverein Bestand zu haben.

Bestrebungen den Chor zu gründen habe es bereits vor 1989 gegeben, aber das sei an mangelndem Geld für die Vereinsfahne gescheitert, die letztendlich 1890 für 76 Reichsmark angeschafft worden sei. Und unterbrochen von den Weltkriegen habe es jede Menge Auftritte und so manches Fest gegeben, das gefeiert worden sei. Und dies, so Felgenhauser, solle nun Mitte Mai einen erneuten Höhepunkt hinzubekommen.

von Heiko Krause

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