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1000. Fahrgast zum ersten Geburtstag

Bürgerbus Lahntal 1000. Fahrgast zum ersten Geburtstag

Ein Jahr nun schon bringt der Bürgerbus Lahntal ­seine Nutzer verlässlich von Ort zu Ort innerhalb der ­Gemeinde. Nun soll ein zweiter Bus als „Backup“ sicherstellen, dass keine Ausfälle zu erwarten sind.

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Das Bild zeigt von links Fahrgast Jutta Fombach, Hans-Jakob Ruppersberg, Fahrgast Manfred Rusch, Thomas Meyer-Bairam, Roland Holzapfel, Bodo Schneider, Wilfried Lies, Artur Tuchbreiter, Otto Selbmann, Hans Riehl, Dieter Kamolz, Wilfried Schneider und Bürgermeister Manfred Apell. Fotos: Götz Schaub

Lahntal. Ein neues Angebot steht und fällt in seiner Akzeptanz mit seiner Verlässlichkeit. Das Projekt Bürgerbus in der Gemeinde Lahntal verfügt über verlässliche Fahrer, einen verlässlichen Zeitplan und ein verlässliches Fahrzeug. Na gut, einmal, aber wirklich nur einmal, hatte das Fahrzeug Mucken gemacht, so dass der Plan nicht gehalten werden konnte.

Bürgermeister Manfred Apell weiß, wie dem künftig vorzubeugen ist. „Wir sind dabei, einen zweiten Bus anzuschaffen, verkündete er den Fahrern, die alle zur Haltestelle im Einkaufspark in Sterzhausen gekommen waren, um mit Apell, den 1000. Fahrgast willkommen zu heißen. 1000 Fahrgäste wurden also im ersten Jahr seit Einführung dieses Angebots für alle Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen weniger mobil sind, gezählt. Vornehmlich geht es dabei darum, es ihnen zu ermöglichen, in anderen Orten der Kommune Termine wahrnehmen, Einkäufe erledigen und Freunde treffen zu können. Der 1000. Gast war der 75-jährige Manfred Rusch aus Caldern. Er saß aber nicht allein im Bus. Mit dabei war auch Jutta Fombach (73) ebenfalls aus Caldern. Sie war im ­Januar 2016 der erste Fahrgast überhaupt. Und jetzt reihte sie sich als 1001. Fahrgast wieder in die Liste ein. Die Fahrer sind höchst motiviert, das Projekt fortzusetzen, machte Wilfried Schneider deutlich, der einst für die Gemeinde als Hauptamtsleiter tätig war und sich nun im Ruhestand so in den Dienst für die Allgemeinheit stellt. Das Ergebnis überzeugt auch Apell. „Ich gebe zu, dass ich am Anfang schon etwas Angst hatte, ob das Projekt angenommen wird.“ Jetzt kann er sich hingegen Gedanken darüber machen, ob es nicht auch Frauen ansprechen könnte, den Bus zu lenken. Bisher besteht das Fahrer-Team nämlich nur aus Männern - netten Männern, die, wenn sie für die Planungen zusammenkommen, auch viel Spaß miteinander ­haben. Also, wer will die erste Dame sein? Freiwillige vor. Sie werden willkommen sein.

von Götz Schaub

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