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Zwölf Dörfer auf Mengsbergs Spuren

Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" Zwölf Dörfer auf Mengsbergs Spuren

143 Orte in Hessen treten gegeneinander an, zwölf davon kommen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Und auch unter diesen sind ein paar spannende „Nachbarduelle“ zu beobachten.

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Marburg. Das Regierungspräsidium Kassel, das in Hessen für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zuständig ist, meldete mit 143 Teilnehmerorten zum Anmeldeschluss am 1. März immerhin sechs Orte mehr als beim letzten Regionalausscheid vor drei Jahren.

Aus unserem Landkreis werden es jedoch immer weniger Dörfer, die sich auf den Weg machen, den jüngsten Bundessiegern aus dem Neustädter Stadtteil Mengsberg nachzueifern.

Waren es vor drei Jahren noch 15 Orte aus zehn Städten und Gemeinden im Kreis, treten in diesem Jahr nur noch zwölf Dörfer aus acht Kommunen bei der ersten Stufe, dem Regionalentscheid in der Region West an. Auch die Konkurrenz ist deutlich geringer als zuvor. Insgesamt gehen in der Region West, zu der auch die Kreise Gießen und Lahn-Dill gehören, nur 19 Orte an den Start. Vor drei Jahren waren es 24, wobei statt aus dem Kreis Gießen damals die Konkurrenten aus Limburg-Weilburg kamen.

„Wiederholungstäter“ sind in unserem Landkreis in diesem Jahr Bauerbach, Großseelheim, Mellnau, Niederwalgern, Stausebach und Sterzhausen. Sie hatten auch 2011 schon mitgemacht. Auffallend ist aber, dass das Hinterland sich fast völlig vom Dorfwettbewerb verabschiedet hat. Vor drei Jahren hielten die Biedenkopfer Stadtteile Dexbach und Kombach noch die Fahne des Altkreises Biedenkopf hoch, diesmal ist nur noch Oberdieten aus der Gemeinde Breidenbach dabei.

Nicht ohne nachbarschaftliche Brisanz sind die Bewerbungen der benachbarten Marburger Stadtteile Bauerbach und Ginseldorf und die in Richtung Kirchhain auf Bauerbach folgenden Orte Großseelheim und Kleinseelheim, die zur Ohmstadt gehören. Sie alle treten in der Gruppe B - jener Orte, die sich nicht in der Dorferneuerung befinden - gegeneinander an. Und wer am Ende vorne liegt, wird es an einem frotzelnden Spruch gen Nachbarort möglicherweise nicht fehlen lassen.

Die Vorbereitungen haben in den Orten natürlich längst begonnen. Richtig ernst wird es für die Teilnehmer aber, wenn die Jurys sich zwischen dem 1. Juni und dem 30. September auf ihre Bereisungstouren durch das Land begeben und bewerten.

Ausführliche Informationen über den Hessischen Dorfwettbewerb gibt es auf der Seite des Regierungspräsidiums Kassel.

Hintergrund:

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ findet jeweils über drei Jahre, in drei Stufen, statt. Im ersten Jahr treten die Dörfer innerhalb verschiedener Regionen eines Bundeslandes gegeneinander an und ermitteln im Regionalentscheid die Teilnehmer am Landesentscheid, der im zweiten Jahr stattfindet. Aus den Landessiegern wiederum werden im dritten Jahr die Bundessieger gekürt.

Zuletzt gewann Mengsberg im vergangenen Jahr die Goldmedaille im Bundeswettbewerb. Die Bewertungskriterien zielen gerade nicht mehr auf kurzlebige Projekte. Der Wettbewerb setze „vielmehr auf langfristige Erfolge und Wirkungen, zum Beispiel bei der Erhaltung der Lebensqualität, der Stärkung der innerörtlichen Kommunikationsstrukturen sowie nachhaltige Innenentwicklung“, so Hiltrud Schwarze vom RP Kassel. In der ersten Wettbewerbsrunde wird zudem ein Sonderpreis für außergewöhnliche Projekte und Initiativen der „Jugend im Dorf“ ausgelobt.     

von Michael Agricola

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