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Zwischen Elsbeere und Schwarzpappel

Cappel Zwischen Elsbeere und Schwarzpappel

Seit 1989 wird jährlich der “Baum des Jahres“ gekürt. Am Frauenberg kann man diese nun bei einem Spaziergang oder einer Wanderung in natura erleben. Im “Internationalen Jahr der Wälder“ wurde dort ein Informationspfad eingeweiht.

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Bei der Eröffnung des Wanderpfads “Bäume des Jahres“ am Frauenberg im Forstrevier Cappel gaben Revierförster Rainer Hellwig (links) und der Initiator, Professor Dietrich Werner, den Teilnehmern Erläuterungen zu den Bäumen – hier beim Baum des Jahres 2011, der Elsbeere.

Quelle: Manfred Schubert

Cappel. Warum sind die Menschen so fasziniert von Bäumen? Es sei wohl vor allem die Größe und das Alter, die sie erreichen können, meint Professor Dietrich Werner.

Am größten würden die australischen Königs-Eukalyptusbäume mit 130 Metern Höhe, während die bekannten Mammutbäume nur 115 Meter erreichen. Diese Größe sei ein Feuerschutz, so hohe Bäume würden jedes Feuer im Untergrund überstehen. Warum nicht auch alle anderen Bäume so groß werden, das sei eine unzulässige Frage in der Evolution.

Die Schwarzpappel, Jahresbaum 2006, war der erste Baum, dessen Genom vollständig sequenziert wurde. Mit etwa 40.000 Genen hat sie deutlich mehr als der Mensch mit etwa 25.000 Genen. Eine Erklärung dafür ist laut Werner, dass Pflanzen immobil sind, aus extrem geringen Konzentrationen riesige Mengen Nährstoffe aufnehmen und daraus an einer Stelle eine gewaltige Masse aufbauen müssen. Und weil sie vor Feinden nicht davonlaufen oder diese erschlagen können, müssen sie sich auf andere Weise wehren.

Diese und weitere Fakten, auch zur Nutzung der Bäume, erfuhren die 50 Menschen, die an der Eröffnung des Wanderpfades “Bäume des Jahres“ auf dem Frauenberg, der zum Forstrevier Cappel gehört, teilnahmen. Neben Professor Werner, in Cappel wohnender Biologe und Initiator des Pfades, gab Revierförster Rainer Hellwig Erläuterungen zu den 23 Bäumen, die jetzt auf einem etwas über einen Kilometer langen Teilstück des Rundwanderweges B 5 stehen. Man kann beispielsweise an der Heiligen Eiche nahe der Klinik Sonnenblick einsteigen oder an der Kreuzung Sonnenblickallee / Beltershäuser Straße.

von Manfred Schubert

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