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Zweites Baufeld bleibt Reservefläche

Campus-Planung Zweites Baufeld bleibt Reservefläche

Neues von der Planung der Universität für das Brauereigelände: Auch die Wirtschaftswissenschaften werden dortdefinitiv nicht einziehen.

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Auf dem ehemaligen Brauerei-Areal zwischen dem Uni-Hörsaalgebäude (hinten) und dem Pilgrimstein-Parkhaus haben mittlerweile die vorbereitenden Arbeiten für den Sprachatlas-Bau begonnen. 

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die ursprüngliche Planung des Marburger Uni-Präsidiums für die Bebauung des ehemaligen Brauereigeländes hatte vorgesehen, dass entweder der Fachbereich Rechtswissenschaften oder der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften dort eine neue Heimat erhalten sollten.

Im Zuge der Campusplanungen hat sich aber mittlerweile ein veränderter Planungsstand ergeben. Das liegt vor allem daran, dass eines der beiden Baufelder auf dem Baruereigelände für den Bau des neuen Sprachatlas-Gebäudes reserviert wurde, der im kommenden Jahr beginnen soll. Vor einigen Wochen hatte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause der OP auf Anfrage mitgeteilt, dass der Fachbereich Jura am Standort an der Universitätsstraße bleiben soll und dass das Savigny-Haus nicht verkauft werden soll, um in das Projekt des Gutenberg-Einkaufszentrums integriert zu werden.

Kein Platz im Baufeld

Was aber passiert dann am Standort Brauereigelände? Dies fragte die OP nun die Uni-Präsidentin. Sie antwortete zunächst, dass auch die Wirtschaftswissenschaften dort nicht einziehen werden. „Der Fachbereich bleibt an seinen beiden Standorten an der Universitätsstraße und Am Plan“, erläuterte die Präsidentin. Die Begründung für diese Entscheidung ist ähnlich wie bei den Juristen: Aus Sicht Krauses wäre am Brauerei-Areal für beide Fachbereiche auf dem auch noch durch den Beschluss des Stadtparlaments um eine Fläche von 2,50 Meter verkürzten Baufeld zu wenig Platz.

In beiden Fällen hätte man jeweils zu viele Angehörige des Fachbereichs in Untergeschossen unterbringen müssen, moniert die Präsidentin. Der Verzicht auf den ursprünglich geplanten Umzug eines der beiden Fachbereiche bedeutet aber nicht, dass der Rest des Brauerei-Areals nach der Verwirklichung des Sprachatlas-Baus für die universitäre Nutzung ganz außen vor bleibt, machte Krause deutlich.

„Das soll eine Reserve-Fläche für die Campus-Planungen werden“, erklärte die Präsidentin. Zwischenzeitlich sei eine Nutzung des Restareals neben dem zukünftigen Sprachatlas-Bau als öffentliche Parkfläche denkbar. Irgendeine Form des universitären Bedarfs werde es in den kommenden Jahren auf jeden Fall geben.

Noch sei aber nicht entschieden, welche Institute oder anderen Uni-Einrichtungen in einen möglichen zweiten Bau auf dem Gelände einziehen sollen. Auch gebe es dafür noch keine konkrete Zeitplanung, sagte Krause der OP.

Jura-Pläne konkreter

Konkreter werden derzeit aber die Planungen für die Sanierung des maroden Baus der Juristen in der Universitätsstraße: Mit der Gesamtplanung für die Sanierung des Savigny-Hauses beginnt die Uni-Leitung zurzeit. Die Präsidentin schätzt die dafür notwendigen Kosten auf eine Summe zwischen 10 und 20 Millionen Euro.

Klar sei, dass dieses Geld aber nicht aus dem Landesförderprogramm „Heureka“ kommen wird. Somit werde die umfassende Sanierung wohl bis 2019 nicht in Angriff genommen, betonte Krause. Wohl sei es aber denkbar, dass einzelne Schritte einer Zwischensanierung im Inneren des Gebäudes bereits in absehbarer Zukunft starten könnten.

von Manfred Hitzeroth

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