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Zwei Verkehrskonzepte für Nordviertel

Elisabethstraße Zwei Verkehrskonzepte für Nordviertel

Die Stadtverwaltung stellt heute Abend ihren aktuellen Planungsstand zur Verkehrsentwicklung in der Nordstadt vor.

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Einer der neuralgischen Punkte im Nordviertel: Der Knotenpunkt Bahnhofstraße/Robert-Koch-Straße.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. In einer „Bürgerinformation“ ab 20 Uhr im Sitzungssaal der Stadtverordneten will der Magistrat zwei Planungsvarianten vorstellen, die nach dem Workshop Ende Januar und den Anregungen aus der Bürgerschaft weiterentwickelt worden sind.Beiden Entwürfen ist gemeinsam, dass die Elisabethstraße entgegen ursprünglichen Überlegungen nicht für den motorisierten Individualverkehr gesperrt wird. Das erklärte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) gestern gegenüber der OP. Vaupel begründete dies mit den Ergebnissen der Verkehrsmessungen durch das beauftragte Planungsbüro.Statt der zunächst von der Koalition angestrebten Sperrung soll nun in der Elisabethstraße, aber auch in der Bahnhofstraße bis zum Knotenpunkt Robert-Koch-Straße eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden.

Verkehr in eine, oder doch zwei Richtungen?

Die beiden Entwürfe, die heute zur Diskussion gestellt werden sollen, unterscheiden sich im wesentlichen in dem Konzept für die Robert-Koch-Straße: Die Frage lautet, ob der Verkehr hier in einer Richtung oder in zwei Richtungen fließen soll - mit den jeweiligen Auswirkungen auf den Verkehrsfluß im Rest des Nordviertels. Die Entscheidung hierüber hat Auswirkungen zum Beispiel für die Kreuzung Bahnhofstraße/Robert-Koch-Straße oder darauf, ob der Verkehr aus Richtung Wehrdaer Weg über die Bahnhofstraße (und weiter Robert-Koch-Straße) geleitet wird.Der Vorstand des Werbekreis Nordstadt hatte im Vorfeld der heutigen Veranstaltung im Gespräch mit der OP seine Haltung bekräftigt, dass eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Nordviertel auch mit der Beibehaltung der bisherigen Verkehrswege möglich sei.

Geschwindigkeitsbegrenzung zeigt Auswirkungen

Vorsitzender Christian Großmann hält es für problematisch, sich bei den Verkehrsuntersuchungen nur auf das Nordviertel zu focussieren. Großmann erwähnt explizit die Verkehrsführung am Wehrdaer Weg und am Rudolphsplatz und fordert, bei den Planungen die Wechselwirkung zwischen der Nordstadt und den anderen Bezirken Marburgs stärker zu berücksichtigen. Die Geschwindigkeitsbeschränkung am Wehrdaer Weg beispielsweise habe Auswirkungen auch für das Nordviertel, und die Entwicklungen am Campus seien hinsichtlich ihrer Auswirkungen für die Nordstadt noch völlig unklar.

Der Werbekreis hatte immer vor Einschränkungen des Individualverkehrs in der Nordstadt gewarnt. „Die massiven Probleme im Zuge der Bauarbeiten an der Auf- und Abfahrt zur B3 sind ein Lehrstück dafür, was passiert, wenn Verkehrswege eingeschränkt werden“, sagt Großmann mit Blick auf lange Staus vor allem in Bahnhofs- und Elisabethstraße.„Es geht aber nicht nur darum, Tempo-30-Zonen einzurichten und alle unsere Probleme sind gelöst“, sagte Katrin Semler vom MarBID-Vorstand im Gespräch mit der OP.

von Till Conrad

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