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Zwei Millionen Euro für vier Schulen

Renovierungsmaßnahmen Zwei Millionen Euro für vier Schulen

Trotz enger Kassenlage und Haushaltssperre investiert die Stadt Marburg auch in diesem Jahr in ihre Schulen. Während der Sommerferien gibt sie zwei Millionen Euro für Renovierungen aus.

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Marburg. Das ist deutlich weniger als in den vergangenen Jahren, als die Stadt durchschnittlich zwischen fünf und sechs Millionen Euro für die Sanierung ihrer Schulen ausgegeben hat – aber mehr als ursprünglich gedacht. Das von der Stadt ausgelegte „Bildungsbauprogramm“ beginnt nämlich erst im Jahr 2017. Damit sollen bis 2021 30 Millionen Euro in den Schulbau gesteckt werden. Die dazugehörige Prioritätenliste ist beschlossen und mit den Beteiligten abgestimmt (die OP berichtete).

Gebaut wird in diesem Sommer an der Waldschule Wehrda, dem Gymnasium Philippinum, der Käthe-Kollwitz-Schule und der Grundschule Marbach. Weitere Projekte für dieses Jahr, etwa die Erneuerung der Remisen an der Otto-Ubbelohde-Schule, sind schon abgeschlossen.

„Wichtige Investition in die Zukunft“

„Ich freue mich, dass wir trotz der Haushaltssperre an den Marburger Schulen so viel Sinnvolles umsetzen können“, betonte Stadträtin und Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach bei einer Besichtigung des umgestalteten Schulhofs der Grundschule Marbach. Die Baumaßnahmen an den vier Schulen seien eine „wichtige Investition in die Zukunft, denn sie schaffen eine Atmosphäre, in der Lernen Spaß macht“, so Weinbach.

- Zu den Bauprojekten zählt die bereits im Vorjahr begonnene grundlegende Sanierung des Gebäudeteils B an der Waldschule in Wehrda mit Kosten von etwa einer Million Euro. Bei der Sanierung des gesamten Klassengebäudes wurden neben Fenstern, Türen, Böden und Decken auch Strom-, Heizungs- und Wasserleitungen sowie die Lüftung erneuert und das Dach neu eingedeckt. Zum Ende der Sommerferien können die Räume wieder genutzt werden. Letzte Arbeiten wie die Außenfassade sind für den Zeitraum bis zum Winter geplant.

- Am Gymnasium Philippinum erwarten nach den Ferien neue WC- und Dusch-Anlagen (780.000 Euro, Foto: Weigel) in der Sport­halle die Schülerinnen und Schüler.

- An der Käthe-Kollwitz-Schule werden die naturwissenschaftlichen Fachräumen für 180.000 Euro erneuert.

- Auch die Schülerinnen und Schüler an der Grundschule Marbach können sich freuen. Für sie wurden eine Spielfläche im Hangbereich des Schulhofs saniert und jetzt einige Restarbeiten durchgeführt (Foto: Weigel). Die Bauarbeiten waren nötig geworden, nachdem Holzpalisaden altersbedingt marode geworden sind.

In Absprache mit der Schulleitung entstanden nun ein Klettergerät und eine Röhrenrutsche. „Hier wird die Hanglage wunderbar genutzt, um eine Tunnelrutsche in den Schulhof zu integrieren“, lobte Schuldezernentin Weinbach. In die Maßnahme investiert die Stadt in 2015 und 2016 insgesamt etwa 230.000 Euro.

Neue Fenster für die Elisabethschule

Ab dem kommenden Jahr will die Stadt über das Bildungsbauprogramm (Bibap) jedes Jahr rund sechs Million Euro in den Bildungsbereich investieren – „verbindlich, verlässlich und mit Beteiligung“, sagt die Stadt. „Jede Schule soll sich darauf verlassen können und verbindlich wissen, woran sie in den nächsten fünf Jahren ist“, erklärte Weinbach das Verfahren. Die Projekte für dieses Jahr tauchen in diesem Programm noch nicht auf.

Mit dem Start des Bibap sollen, so die Vorschlagsliste, im kommenden Jahr unter anderem die Fenster in der Elisabethschule 
komplett ausgetauscht werden und das Dach der Sporthalle des Gymnasiums Philippinum saniert werden.
Größter Posten ist im kommenden Jahr die Fassadensanierung eines Gebäudeteils der Adolf-Reichwein-Schule, die 2,5 Millionen Euro verschlingen wird.

Das Stadtparlament soll die Liste aber noch in seiner Septembersitzung endgültig beschließen. Das Bibap ist eines der zentralen Anliegen von Oberbürgermeister 
Dr. Thomas Spies (SPD), der zugleich großen Wert darauf legt, dass die Liste der Sanierungsvorhaben gemeinsam mit den Betroffenen erstellt und abgearbeitet wird.

von Till Conrad

 
In der Waldschule Wehrda wird der Gebäudeteil B für eine Million Euro 
saniert. Foto: Nadine Weigel
 
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