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Zwei Mediziner sterben durch Schüsse in Marburg

Polizei Zwei Mediziner sterben durch Schüsse in Marburg

Drama in einer Arztpraxis in Marburg: Am Mittag fand die Polizei zwei tote Männer in einer Gemeinschafts-Facharztpraxis in der Bahnhofsstraße 30. Bei der Bluttat hat ein 53-jähriger Mediziner laut Staatsanwaltschaft erst seinen Kollegen erschossen und dann sich selbst.

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Großeinsatz der Polizei: Wegen einer Schießerei in einem Gebäude wurde das Gelände rund um den Hauptbahnhof in Marburg großräumig abgesperrt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Mehrere Zeugen meldeten am Donnerstagmittag gegen 12.50 Uhr Schüsse in  einem Arzt- und Geschäftshaus in der Bahnhofstraße 30. Als die Polizei eintraf, fand sie die beiden Männer tot in einer Facharzt-Praxis auf, sagte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Marburg, Christian Konrad Hartwig. Bei den beiden Toten handelt es sich um zwei Radiologen im Alter von 53 und 67 Jahren.

Einsatzkräfte der Polizei am Tatort. Foto: Thorsten Richter

Der 53-Jährige soll mehrmals auf seinen Kollegen geschossen und sich dann mit dieser Waffe selbst getötet haben, teilte Hartwig auf Anfrage der OP mit. „Er hatte eine waffenrechtliche Erlaubnis, ob diese auch für die Tatwaffe galt, wissen wir noch nicht“, so Hartwig. Die Ermittlungen laufen nach wie vor auf Hochtouren. Die Befragung der Praxis-Mitarbeiter werde fortgesetzt.

Am Donnerstagmittag fand die Polizei zwei tote Männer in einer Arztpraxis in der Bahnhofsstraße 30. Es handelt sich um zwei Mediziner.

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Eine Obduktion der Leichen wurde angeordnet. Erste Hinweise für ein Motiv deuteten sich laut Staatsanwaltschaft an: Es habe Streit um die Praxis gegeben. Unterschiedliche geschäftliche Interessen könnten ein Motiv sein. „Das ist zunächst eine Vermutung“, betonte Hartwig. 

Die Gegend um den Marburger Hauptbahnhof war zunächst weiträumig gesperrt worden, die Polizei ging zunächst von einer „unklaren Bedrohungslage“ aus.  Mehrere hundert Schaulustige versammelten sich. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für andere Menschen bestanden, erklärten die Ermittler
später.

Hier das Wortlaut-Interview von Staatsanwalt Christian Hartwig in ganzer Länge:

 

Die Staatsanwaltschaft wird am Freitag die Befragung der Praxis-Mitarbeiter fortsetzen, um weitere Hintergründe zur Motivlage zu erfahren. Viele Marburger zündeten am Donnerstagabend Kerzen vor der Praxis an.

Hinter der Absperrung tummeln sich die Schaulustigen.  Foto: Thorsten Richter

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UKGM öffnet Radiologie für weitere Patienten

Auch die Ärzte am Uniklinikum in Marburg trauern um ihre beiden Kollegen. Am Donnerstag erschoss im Diagnostikzentrum in der Bahnhofstraße ein 53-jähriger Radiologe seinen 67 Jahre alten Kollegen und dann sich selbst.

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Tödlicher Konflikt
In diesem Ärztehaus in der Marburger Bahnhofstraße erschoss vergangene Woche ein 53-jähriger Radiologe seinen Kollegen. Foto: Thorsten Richter

Nach weiteren Zeugenvernehmungen scheint sich im Fall der beiden toten Radiologen das Motiv eines geschäftlichen Hintergrunds zu bestätigen.

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