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Zuverlässig als „Manager“ und Berater

Schulamtsleiter geht Zuverlässig als „Manager“ und Berater

In feierlichem Rahmen ist der langjährige Leiter des Staatlichen Schulamtes Marburg-Biedenkopf im Landschulheim Steinmühle gestern in den Ruhestand verabschiedet worden.

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Links: Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach steckte Gerhard Müller die goldene Ehrennadel der Stadt an. Rechts: Die Kollegen vom Staatlichen Schulamt sangen im Chor für ihren scheidenden Chef.Fotos: Heiko Krause

Cappel. Bereits im Dezember hatte Müller seinen letzten Arbeitstag. Jetzt übergab ihm der Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium, Dr. Manuel Lösel seine Entlassungsurkunde.

Lösel würdigte in seiner Rede den Werdegang des Pädagogen, der nach seinen beiden Staatsexamen zunächst als Mathematik- und Physiklehrer tätig war.An der Steinmühle war er später stellvertretender Schulleiter, dann Schulleiter an der Martin-Luther-Schule in Marburg, bevor er zuletzt nach seinem Wechsel zum Schulamt dessen Leiter war. Müller habe sich in vielen Gesprächen als „sehr engagierter Sprecher auf sehr hohem Niveau“ ausgezeichnet, lobte der Staatssekretär.

Klarheit und Transparenz hätten für ihn immer an erster Stelle gestanden. Seinen Mitarbeitern habe er neben einer festen Struktur, die er gesetzt habe, immer ausreichend Spielraum zum Handeln gegeben. Lösel strich heraus, dass Müller in seinem Haus die Elternarbeit zur Chefsache erklärt habe. Diese habe einen hohen Stellenwert, um die Arbeit der Schulverwaltung in der Öffentlichkeit positiv darzustellen.

Für die Schulträger Stadt Marburg und Landkreis Marburg-Biedenkopf hoben Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern die gute Zusammenarbeit hervor. In Müllers Amtszeit seien viele schwierige Entscheidungen gefallen, so McGovern, der beispielhaft die Fusion der drei Mittelpunktschulen im Hinterland anführte. Müller sei immer bestrebt gewesen, für alle Beteiligten gute Lösungen zu finden. „Es ging ihm darum, in der Region etwas für die Bildung zu tun.“

Weinbach nannte Müller einen „immer zuverlässigen Schulmanager und pädagogischen Berater“. Für seine „verdienstvolle Tätigkeit zum Wohle der Stadt und der Allgemeinheit“ ehrte sie ihn mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt. Für die Schulamtsleiter in Hessen sprach der Leiter des Staatlichen Schulamtes Offenbach, Dr. Peter Bieniußa. Er erinnerte daran, dass Müller in der Zeit von 2009 bis 2012 ihr gewählter Sprecher gewesen sei, als die Landesregierung die Ämter im Hinblick auf selbstständige Schulen reduzieren wollte.

Seinem Einsatz sei es mit zu verdanken, dass immer noch alle 15 bestünden. „Dafür gebührt Herrn Müller die höchste Anerkennung und größter Dank.“

Dass Gerhard Müller auch bei den Mitarbeitern seines Hauses diese Wertschätzung genießt, das zeigte die Mühe, die sie sich für die Verabschiedung gegeben hatten. Gezeigt wurde ein gut halbstündiger Film mit einem Rundgang durch die Behörde, bei dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einzelbeiträgen Abschied von ihrem Chef nahmen.

Darüber hinaus hatten die Schulpsychologen einen farbenfrohen Auftritt des schwarzen Theaters mit Kindern aus der Verhaltensgruppe gesorgt, der bei allen Anwesenden für Begeisterung sorgte. Und bevor alle Mitarbeiter im Chor sangen, überreichten Bernhard Drude, Müllers Stellvertreter, im Schal von Eintracht Frankfurt, und für den Personalrat Burkhard Schuldt als Udo Lindenberg verkleidet, Eintrittskarten für das Europaleague-Heimspiel der Eintracht gegen Porto in zwei Wochen und das Musical „Hinterm Horizont geht’s weiter“ mit Übernachtung in Berlin.

von Heiko Krause

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