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Zuschlag für Marburger Entsorger

Müllabfuhr Zuschlag für Marburger Entsorger

Münchhausen und Rauschenberg haben zum zweiten Mal gemeinsam einen Entsorger gesucht und den europaweit günstigsten Anbieter gefunden: die Marburger Entsorgungs-GmbH.

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Vertragspartner bei der Müllabfuhr in Münchhausen und Rauschenberg: Die Marburger Entsorgungs-GmbH, hier vertreten durch Geschäftsführer Jürgen Wiegand (links) und Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren (rechts) sowie Rauschenbergs Bürgermeister Manfr

Quelle: Carina Becker

Münchhausen. Sieben Jahre lang fährt die Marburger Entsorguns-GmbH (MEG) nun Restmüll, Bioabfall, Altpapier und Sperrmüll der Gemeinde Münchhausen und der Stadt Rauschenberg ab. In einer europaweiten Ausschreibung hat sich das Tochterunternehmen der Marburger Stadtwerke gegen die Konkurrenz durchgesetzt und den Zuschlag bekommen - seit Jahresbeginn gilt der neue Vertrag. Darüber informierten die Bürgermeister Peter Funk (Münchhausen) und Manfred Barth (Rauschenberg) gemeinsam mit MEG-Geschäftsführer Jürgen Wiegand und Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren während eines Pressegesprächs im Münchhäuser Rathaus.

Wichtige Information für die Bürger beider betroffenen Kommunen: Es ändert sich nichts an den Abfuhrmodalitäten. Man habe den 14-tätigen Wechsel beibehalten, erklärten die Bürgermeister. In beiden Kommunen hat die MEG in diesem Jahr auch schon Müll abgefahren, alles habe reibungslos funktioniert.

Den Zuschlag hat die MEG zunächst für sieben Jahre bekommen. Bis einschließlich 2019 ist sie für die Müllentsorgung in den beiden Kommunen zuständig - die Option, den Vertrag um drei Jahre zu verlängern, besteht.

Das Nettoauftragsvolumen beläuft sich für die sieben Jahre auf insgesamt 800000 Euro. Stabile Müllgebühren sind damit für die kommenden sechs Jahren garantiert, hoben Funk und Barth hervor. Für die gemeinsame Ausschreibung schlossen die Kommunen sich zusammen, „um ein paar Euro zu sparen“, erklärte Barth und führte aus, „europaweite Ausschreibungen sind kompliziert, da mussten wir ein Fachbüro beauftragen“.

Der internationale Wettbewerb bringt den Kommunen in diesem Fall Preisvorteile. Zwar muss Münchhausen fortan jährlich 20000 Euro mehr zahlen für die Müllabfuhr (Rauschenberg 15000 Euro mehr), doch seien die Kosten für die Müllabfuhr im Vergleich zu früheren Zeiten gesunken, erklärte Funk und erinnerte daran, dass Münchhausen bis 2004 jährlich etwa 50000 Euro Mehrkosten für die gleiche Leistung geschultert habe. Im Müllabfuhr-Sektor habe sich der Wegfall der „alten Monopole“ zu einem erheblichen Preisabfall geführt, erläuterte Stadtwerke-Geschäftsführer Schüren dazu. In der europaweiten Ausschreibung forderten sieben Firmen die Ausschreibungsunterlagen an. Zwei Firmen gaben Angebote ab - die MEG legte das günstigste vor.

Neben der Müllentsorgung in Marburg war die MEG von 2004 an bereits teilweise in Rauschenberg und Münchhausen für die Müllentsorgung zuständig - in Münchhausen für Restmüll, Papier, Sperrmüll, in Rauschenberg für Papier und Sperrmüll. Außerdem entsorgt die MEG seit 2011 auch für Ebsdorfergrund den Müll - und ist mit dem neuen Vertrag erstmals für zwei weitere Kommunen im Landkreis komplett zuständig. Ausgenommen ist der Abtransport der gelben Säcke und des Altglases, der durch das Unternehmen Sita erfolgt.

von Carina Becker

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