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„Markus-Projekt“

Zuschauer sind mittendrin

Bevor es losgehen konnte mit der Aufführung des „Markus-Projektes“, mussten die Akteure erst einmal neue Sitzgelegenheiten heranschaffen.

In der Evangeliumshalle sahen rund 400 Zuschauer die Aufführung des Markus-Projekts.

© Privatfoto

Marburg. Die 300 Stühle, die um einen freigelassenen Platz in der Mitte der Evangeliumshalle in Wehrda angeordnet waren, reichten bei Weitem nicht aus.

Rund 400 Zuschauer waren es nämlich, die gespannt auf den Beginn des Theaterstückes von Autor Andrew Page warteten, das fast ohne jegliche Requisite auskam und bei dem die Schauspieler, allesamt Laiendarsteller aus der Hebrongemeinde, anstatt historischer Gewänder normale Alltagskleidung trugen.

Eine kluge choreografische Entscheidung, unterstrich die Aktualität und die, bis in unsere Zeit hineinwirkende, Bedeutung des vermutlich ältesten Evangeliums der Bibel.
Wer sich anfangs gefragt haben mochte, wie ein so vielschichtiges Buch in anderthalb Stunden dargestellt werden könne, ohne dass dabei auf wesentliche Inhalte verzichtet werden musste, verstand nach den ersten Szenen schnell das Konzept.

Kleine Sequenzen reihten sich aneinander, allesamt auf die Kernaussage reduziert und ohne überflüssigen Schnickschnack gespielt. Die Dialoge waren nicht krampfhaft-bemüht, sondern originell, manchmal komisch und immer sehr real.

Das Publikum war begeistert und belohnte die Akteure ebenso wie Rose Haizmann und Johannes Bormuth mit langanhaltendem Applaus.
Zu Recht, denn das „Markus-Projekt“ ist die gelungene Umsetzung eines anspruchsvollen Themas, gespielt von engagierten und glaubhaften Schauspielern und geht weit über die bloße Unterhaltung hinaus.

von Ines Dietrich

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.


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  • Falscher Name Christian – 24.11.10
    Kleine Korrektur: der Jesus-Darsteller heißt Johannes Bormuth - und nicht Barnuth!

    Antw. d. Red.: Danke für den Hinweis. Der Fehler wurde behoben.

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