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„Zusammen kriegt man das hin“

Projektorchester „Zusammen kriegt man das hin“

Zwischen 12 und 77 Jahre alt sind die Musiker, die zusammen musizieren. Das Ergebnis der langjährig aufgebauten Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit der Sophie-von-Brabant-Schule wird beim Herbstkonzert gefeiert.

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In der Turnhalle des TSV Ockershausen proben im Projektorchester Hobbymusiker und Schüler zusammen das Programm für das große Herbstkonzert.

Quelle: Mareike Bader

Ockershausen. 2014 war ein wichtiges Jahr für die musikbegeisterten Ockershäuser. Damals wurde die Sophie-von-Brabant-Schule (SvB) als Zusammenschluss der Theodor-Heuss-Schule (THS) und der Friedrich-Ebert-Schule (FES) mit musikalischem Schwerpunkt gegründet.

Ab da hat sich die Zusammenarbeit der Musikabteilung des TSV Ockershausen mit der Schule, die schon seit 2007 besteht, vertieft. „Die Kooperation hat sich quasi angeboten“, sagt Dirigent Benjamin Voß, der dort seit 2007 Lehrer ist und wie Thomas Nickol die Bläsergruppen betreut.

Die Bläsergruppen werden aber nicht nur von Lehrern unterrichtet, sondern auch von Musikern des TSV Ockershausen wie Kurt Rohde. Zuvor hatte die Musikabteilung des Vereins wie viele andere auch damit zu kämpfen, dass junge Erwachsene wegen Studiums oder Arbeit aus der aktiven Vereinsarbeit ausschieden. Die Nachwuchsarbeit war dahin. „Da kam dann die Idee mit der Schule zustande“, erklärt Rohde.

Durch den gemeinsamen Unterricht lernen sich die Schüler und die älteren Vereinsmusiker gut kennen. Das zeige sich dann auch bei den gemeinsamen Proben, bei denen sich Jung und Alt gut miteinander verstehen, wie Christoph Schmidt und Dominik Newel berichten.

Gegen die Nervosität hilft die Gemeinschaft

Beide spielen zum ersten Mal beim großen Herbstkonzert des TSV Ockershausen am Samstag ab 19.30 Uhr in der Sporthalle der SvB in der Willy-Mock-Straße mit. Beide Musiker haben in der Schule Trompete spielen gelernt - Christoph Schmidt in der FES, Dominik Newel in der THS.

Mit dem TSV haben sie schon die ersten Auftritte erlebt. Gegen die Nervosität helfe die Gemeinschaft, berichtet der 20-jährige Christoph Schmidt: „Man ist ja nicht alleine, zusammen kriegt man das hin.“

Seit Anfang Januar üben die jungen Schüler schon am Programm für das Herbstkonzert, das aber auch für die etablierten Musiker neue Stücke enthält. Auf die 88 Jahre alte Musikabteilung sind die Laienmusiker des Vereins richtig stolz, aber auch dass immer wieder neue Entwicklungen aufgegriffen wurden.

Das ist auch dem Programm zu entnehmen, das am Samstag in der Halle der SvB zu hören sein wird. Neben traditionellen Märschen und moderner Blasorchesterliteratur geht es auch zu Jazz, Filmmusik oder Musicals. Die Mischung der Lieder von traditionell bis modern gefalle ihm besonders gut, erklärt der 18-jährige Dominik Newel.

Die Zusammenarbeit mit der SvB ist laut Verein einmalig in der Musiklandschaft von Marburg-Biedenkopf. Die Verbindung zum Stadtteil sei nach wie vor wichtig, betont Annika Nickol. Gut 50 Musiker werden beim Herbstkonzert im Projektorchester spielen - im Alter von 12 bis 77 Jahren. Alle sind ins komplette Konzertprogramm eingebunden.

20 von ihnen sind jünger als 20 Jahre alt. Bei den üblichen Proben sei das Verhältnis eher ausgewogen, für das Herbstkonzert hat sich der Verein also bei den älteren Musikern Unterstützung geholt. Bis auf zwei Mitspieler der jungen Leute sind oder waren alle Musiker mal Schüler der heute zusammengefassten SvB, wie das Team rund um Abteilungsleiter Klaus Becker erläutert. Eröffnet wird das Konzert mit den ganz jungen Nachwuchsmusikern vom Jugendkooperationsorchester mit zwei Stücken.

  • Karten für das Herbstkonzert am Samstag ab 19.30 Uhr gibt es im Vorverkauf bei „Hand & Fuß“ in der Ockershäuser Straße 76 sowie in der Geschäftsstelle des TSV im Zwetschenweg 10 und bei allen Musikern. Der gesamte Erlös der Einnahmen kommt der Jugendarbeit zugute.

von Mareike Bader

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