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Zum Abschluss eine große Herausforderung

Quempassingen Zum Abschluss eine große Herausforderung

Zum Abschluss der ­Adventskonzerte veranstaltete die evangelische Kirchengemeinde das traditionelle Quempas­singen. Sechs Ensembles musizierten gemeinsam in der Stadtkirche.

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Der Kinderchor der Gemeinde „Kreuz der Liebe“ beteiligte sich am Quempassingen. Im Vordergrund sind Musikerinnen und Musiker des Orchesters Collegium Musicum zu sehen. Foto: Schick

Stadtallendorf. Andächtig schauen die Zuhörer nach vorne, wo die Musik spielt. Die meisten Gesichter in der verdunkelten Stadtkirche sind nur durch das schwache Kerzenlicht zu erkennen, das viele vor sich im Schoß halten. Eine Tradition ist es geworden, dass die Besucher des Quempassingens kurz vor Weihnachten selbst Kerzen mitbringen, um sich das Licht der Kerze am Altar weiterzugeben und es später mit nach Hause zu nehmen.

Das vierte und letzte Adventskonzert der evangelischen Kirchengemeinde – das gleichzeitig mit 500 Gästen das am besten besuchte ist – bekommt durch diese spezielle Beleuchtung seine eigene Note. Eine besinnliche.

Rund um den Altar und auf der Empore haben sich derweil zahlreiche Chöre und Orchester aus Stadtallendorf aufgestellt: der gemischte Chor St. Michael, der Frauenchor St. Katharina, der Chor der evangelischen Sing- und Musikschule, der Kinderchor der Gemeinde „Kreuz und Liebe“, das Orchester Collegium Musicum und das Ensemble „Klangvoll“. Dazu kommen die Organistin Lisa Bauthner sowie die Solo-Sängerin ­Alena Weitzel.

Sie alle singen und spielen im Laufe des Programms sowohl eigenständig, als auch gemeinsam mit anderen Ensembles. Alle Fäden hält Philip Schütz, der Leiter der Sing- und Musikschule, in der Hand. Er dirigiert das Zusammenspiel der vielen Gruppen, was mitunter äußerst anspruchsvoll ist.

Allen voran der Quempas, der dem vierten Adventskonzert seinen Namen gegeben hat. „Den die Hirten lobeten sehre“ heißt der Titel des Stücks übersetzt. Es ist eine Zusammenstellung der beiden lateinischen Weihnachtslieder Quem pastores laudavere und Nunc Angelorum gloria, die Jahr für Jahr wieder zur Adventszeit in der Stadtkirche gesungen wird.

Dem Orgelvorspiel folgen nach und nach die Einsätze der Chöre, bis schlussendlich die ganze Gemeinde mit einstimmt. Die Herausforderung für den Koordinator Schütz: „In den Strophen wechseln sich die Chöre ab und teilen sich in mehrere Gruppen auf. Da muss schon alles passen“, erklärt er. Und es passt: „Dieses Stück hat sich in den vergangenen Jahren eingespielt, das merkt man.“

Am Ende zieht Schütz eine zufriedene Bilanz der Adventskonzerte. Insgesamt seien es 1200 Besucher gewesen, von Woche zu Woche habe sich die Resonanz gesteigert. „Es war schon sehr viel Arbeit“, räumt er ein. Er freue sich nun auf das anstehende Weihnachtsfest. Den Zuhörern dürfte es nach diesem Konzert ähnlich ergehen.

von Yanik Schick

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