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Zeuge: Opfer hatte Angst vor seinem Peiniger

Gericht Zeuge: Opfer hatte Angst vor seinem Peiniger

Im Prozess gegen einen 56-Jährigen, der seine 39-jährige Frau erstochen haben soll, sagten gestern sechs weitere Zeugen aus, die bei der Polizei beschäftigt sind.

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Verteidiger Sascha Marks (rechts) unterhält sich mit dem Angeklagten. Ein Dolmetscher steht zur Verfügung.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Ein Kriminalbeamter berichtetet am Montag von einem Zeugen, den er namentlich nicht nennen wollte, da diesem Vertraulichkeit zugesichert worden sei. Dieser Zeuge habe bei der Polizei angegeben, das Opfer seit zwei Jahren zu kennen und auch über Privates mit der Frau gesprochen zu haben. Sie habe ihm erzählt, misshandelt worden zu sein. Sie habe Angst vor ihrem Mann und fühle sich verfolgt.

Verlesen wurde während der gestrigen Verhandlung auch ein Protokoll des früheren Rechtsanwaltes des Beschuldigten. Danach bezeichnete der Angeklagte seine Ehe bis August 2009 als glücklich. Ab September 2009 sei es zu keinen Intimitäten mehr zwischen ihm und seiner Frau gekommen. Dass es einen anderen Mann gebe, habe sie immer wieder abgestritten. Erst am 11. April vergangenen Jahres, einen Tag vor der Tat, habe sie sich offenbart, heißt es im Protokoll.

Am Morgen des 12. Aprils habe er sich bei seiner Ehefrau in der Wohnung im gleichen Haus Kleingeld für Brötchen holen wollen, weil er nur größere Scheine im Portemannaie gehabt habe. In ihrer Wohnung habe er sie auf ihre Beziehung angesprochen und schließlich zum Küchenmesser gegriffen und zugestochen. Wie oft wisse er nicht. Erst als er das Blut gesehen habe, habe er aufgehört, heißt es weiter im Protokoll.

von Heike Horst

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