Die Auffahrt zur A 5 bei Gemünden: Hier soll der Lückenschluss der A 49 einmal enden. In diesem Jahr noch sollen die ersten Bauarbeiten beginnen. Archivfoto
Bischhausen. Nach Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium teilte Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) gestern mit, Bund und Land hätten sich auf einen gemeinsame Fahrplan geeinigt.
Danach soll in der zweiten Jahreshälfte, wahrscheinlich im September, mit den „vorbereitenden Arbeiten“ für die Verlegung einer Trinkwassergewinnungsanlage begonnen werden. Dies sei notwendig, um einen Tunnel bei Frankenhain im Schwalm-Eder-Kreis bauen zu können. Dieses Bauwerk wie auch zwei Brücken sollen im Jahr 2012 entstehen.
von Till Conrad
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Kommentare
Anwohner Bundesstraße Das Gute siegt – 12.03.10
Endlich! Endlich wird weiter gebaut. Endlich haben auch unsere Kinder wieder eine Chance in der heimischen Region einen Arbeitsplatz zu finden?Ohne Ausbau sind langfristig in unserer Region kein Arbeitsplätze zu halten. Wir könnten dann unsere Gemeinden rückbauen und riesige Flächen der landwirtschaft zur Verfügung stellen - klasse.
Die Folge wäre ein noch stärkerer Wegzug in "angeschlossene Gebiete". Ein Ausbau von Schienen ist keine Alternative! Wer dies nennt verschließt die Augen vor der Realität. Die derzeitigen Ausbaupläne 8auf 4 Gleise) in Bad Vilbel zeigen dies. Auch dort leben plötzlich Kammmolche und Zergameisen, seltene Fliegen und bisher nie entdeckter Löwenzahn...
Ich hoffe der Ausbau kommt (in einem Zug)
A 49 Alt Allendorfer – 12.03.10
Posch oder auf englich:posh, wie der Name schon sagt...
A49 Naturfreund – 12.03.10
Es helfen hier nicht die besseren Argumente, aber wenn man als Firma einer Partei etwas gutes tut, dann strengen die sich auch an. Als Beispiel möchte ich nur die Parteispendenaffäre der CDU anführen mit ihrem Schwarzgeld, was auch aus Stadtallendorf von dem großen "Süßwarenhersteller" geflossen ist.Mit Vernunft hat diese Paralelstrecke zur derzeit im Ausbau befindlichen A5 nichts mehr zu tun.
A 49 Stadtallendorfer – 12.03.10
Wenn hier alle landwirtschaftlichen Flächen unwiederruflich vernichtet sind siedeln wir eben auf den Mond oder den Mars um.A 49 Autobahngegner – 12.03.10
Es hilft nicht die besseren Argumente zu haben, wenn das Räderwerk der Verwaltung erst mal in Gang gekommen ist.Die Mühlen der Verwaltung arbeiten langsam aber stetig. Einmal in den Raum geworfene Prozesse sind nicht mehr anzuhalten.
Frei nach Einstein:
Nicht mal das Universum ist so groß wie die Dummheit der Menschen...
A49 Uta - Maria May – 11.03.10
Herr Posch:Politiker und Regierungen werden gewählt, damit sie das Wohl des Landes und seiner Menschen fördern bzw. erhalten. In diesem Sinne ist Politik u.a. eine Kunst, die richtigen Entscheidungen zu treffen, eine hohe und verantwortungsvolle Aufgabe.
Sie, als Verkehrsminister haben sich z. Bsp. das Ziel gesetzt, Verkehrswege zu schaffen bzw. zu erhalten, die den Transport von Gütern und Menschen schnell, effizient und kostensparend ermöglichen sollen und das zukunftsorientiert!
Vor ca. 50 Jahren und in den darauf folgenden Jahrzehnten wurde zur Verwirklichung dieser Aufgabe – neben vor allem strategischen Gesichtspunkten – die A 49 geplant und begonnen. Sicher für damals sinnvoll!
Wie sehen die Probleme heute aus?
Energiemangel, Klimaschutz, riesige Schulden,....
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Entwicklung, die Probleme und Veränderungen an Ihnen – als einen aufmerksamen und demokratisch orientierten Menschen - vorbeigerauscht sind. Wir leben heute und unsere Kinder werden dankbar sein:
Landflächen vorzufinden
- für erneuerbare und regenerierbare Energieträger
- für regionale landwirtschaftliche Produkte ohne Schadstoffe,
weiterhin
- unversiegelten Boden, der Wasser speichern kann,
- saubere und abgasfreie Luft (vgl. steigender Krankenstand).
- Freiräume, die der Regeneration dienen (Land, Luft, Wasser, Lebewesen einschließlich Menschen)
- das alles bei gleichbleibender bzw. steigender Mobilität (vgl. Elektrizität als zukünftiger Energielieferant),
um nur einiges zu nennen.
Unser Boden kann nicht beliebig vergrößert und Ökosysteme können vom Menschen nicht beliebig installiert werden. Alle Planungen müssen in einem ausgewogenen Kosten-Nutzen Verhältnis stehen (Verantwortung gegenüber allen Menschen und nicht nur einem Klientel.). Wir benötigen auch dringend Geld für Schulen und Universitäten, damit unsere Kinder so ausgebildet sind, dass sie die Zukunft gestalten können.
Bitte, Herr Posch, denken Sie innovativ und zukunftsorientiert. Passen Sie ihre Meinung (oder Versprechen) den aktuellen Situationen an. Denken Sie an die Beispiele von Hochkulturen, die ausstarben, weil es ihnen nicht gelang, ihre Gewohnheiten umzustellen. Verantwortlich und angepasst bei sich verändernden Umweltbedingungen handeln, fordert Flexibilität!
So können Sie als „Größe“ geachtet und von der nächsten Generation geehrt werden. Nehmen Sie sich die Freiheit ethische und politische Herausforderungen anzunehmen und neu zu beurteilen – Sie werden in der Geschichte als ein Sieger hervorgehen ( und nicht als einer, der an altmodischen Zöpfen kleben geblieben ist).
Bitte denken Sie nach und bitte sind Sie mutig!
Uta – Maria May