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Zeit für Nähe im Weihnachtstrubel

Adventsmärkte Zeit für Nähe im Weihnachtstrubel

Marburg startet in die Adventszeit. Am Samstag fand die offizielle Eröffnung der Märkte statt – nach Ansicht der Veranstalter bei bestem Winterwetter.

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Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Einstieg in die Vorweihnachtszeit begann bereits am Freitagabend mit „Marburg b(u)y Night“. Mehrere Zehntausend Menschen kamen zum Lichtspektakel, sagte Stadtmarketing-Koordinator Jan-Bernd Röllmann. Der Weihnachtsmarkt rund um die Elisabethkirche sowie der Adventsmarkt auf dem Marktplatz hatten am Freitag bereits inoffiziell geöffnet. Lange Schlangen bildeten sich vor den Glühweinständen und den Bratwurstbuden.

Adventssmarkt auf dem Marburger Marktplatz. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Das Wetter sei zur Eröffnung hervorragend gewesen, sagte Uwe van Elkan, einer der Betreiber der Märkte.  Auch am Samstag zum offiziellen Beginn war es kalt, aber trocken. Der Posaunenchor der Elisabethkirchengemeinde spielte Weihnachtslieder, die ersten Marktbesucher, Touristen und Vertreter der Stadt Marburg, der Elisabethkirche sowie der Markthändler und der Gewerbevereine Nord, Oberstadt und Einkaufspark Wehrda kamen zusammen. Die Weihnachtsmärkte stehen für Kontinuität in einer Zeit, die als Veränderung und Wandel empfunden wird“, sagte Christian Großmann, Vorsitzender des Werbekreises Marburg-Nord.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) eröffnete erstmals als Rathauschef die Märkte.

Dass der Weihnachtsmarkt rund um die Elisabethkirche stattfinde, sei auch ein Symbol dafür, dass man näher zusammenrücke. Man stimme sich langsam auf die Weihnachtszeit ein. Eigentlich sollte man das ganze Jahr über mehr Ruhe und Nähe zulassen.

Anna Maria Grund (83) verkauft täglich am Markt

Die Weihnachtsmärkte bieten Trubel und Gemeinschaft: Viele Menschen kommen an den zahlreichen Buden zusammen, unterhalten sich bei einer Tasse Glühwein oder Punsch, nehmen sich Zeit für Geselligkeit. Für die einen ist der Weihnachtsmarktbesuch Tradition, für die anderen der einzige Zeitpunkt zur Erholung mitten im Weihnachtsstress.
Eine, die die Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt wie kein anderer kennt, ist Anna Maria Grund.

Die 83-Jährige hat seit 36 Jahren einen Stand neben dem Eingang der Elisabethmarkt. Sie verkauft Mandeln, Popcorn und andere Leckereien. „Und das jeden Tag von morgens bis abends.“ In der Branche sei sie schon 50 Jahren tätig, früher war sie in der Ketzerbach im Verkauf tätig.

Warum sie das mache, sei keine Frage: „Das ist doch mein Geschäft. Der Verkaufsstand gehört mir“, sagt sie. Unterstützung bekomme sie inzwischen von der Enkeltochter und auch von Aushilfskraft Angelina Blech.
Dieses Jahr wird die 83-Jährige auch noch länger arbeiten: Die Adventszeit ist mit 29 Tagen länger als in den vergangenen Tagen, bemerkte Röllmann bei der Eröffnung.  

Egon Vaupel schenkte Glühwein aus

So bleibe noch genug Zeit, um die Märkte zu besuchen oder Geschenke in Ruhe zu kaufen, sagte Spies. Allerdings räumte er ein, dass er selbst meist auf dem letzten Drücker einkaufe. Sein Vorgänger im Amt des Oberbürgermeisters, Egon Vaupel, war am Freitagabends übrigens auch wieder unweit des Rathauses im Dienst: Der Alt-Oberbürgermeister schenkte ehrenamtlich Glühwein aus – am Stand des Lions Clubs Marburg, der den Erlös traditionell spendet.
Öffnungszeiten des Adventsmarkts und des  Weihnachtsmarkts bis 23. Dezember, jeweils von 11 bis 20 Uhr, sonntags von 12 bis 20 Uhr.

von Anna Ntemiris

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