Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Zehntes Parlament nimmt Arbeit auf

Kreisjugendparlament Zehntes Parlament nimmt Arbeit auf

Erster Beschluss: Das frisch gewählte 10. Kreisjugendparlament (KJP) wird weiterhin ein zehnjähriges Mädchen aus Haiti finanziell unterstützen.

Voriger Artikel
Keine Angst vor politischem Vollzeitjob
Nächster Artikel
Wer wählen will, kann dies ab dem 6. Mai schon tun

Landrätin Kirsten Fründt (von links), die KJP-Vorstandsmitglieder Silas Nowak, Berit Kase, Lars Weiershausen, Nina Bellersheim, Dennis Treptau und Julia Fischer sowie Detlef Ruffert.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. In dieser so genannten konstituierenden Sitzung ging es zunächst darum, über grundlegende Dinge zur eigenen Organisation zu beschließen. Im Mittelpunkt standen dabei die Wahlen des siebenköpfigen Vorstands der 40 Jugendvertreter aus 17 der 21 Städte und Gemeinden des Landkreises (ohne Marburg, dort gibt es ein eigenes Jugendparlament).

Nicht überall hatte es mindestens zwei, teils auch gar keinen Kandidaten gegeben, so dass die freien Mandate verteilt wurden und einige der anderen Kommunen nun drei Abgeordnete im KJP haben. Zum Teil wurden auch schon Vertreter des KJP für die Ausschüsse und Gremien des Landkreises benannt, in denen dieses präsent ist, wie im Ausschuss für Familie, Jugend und Soziales, im Jugendhilfeausschuss und im Schul- und Kulturausschuss. Anna Kaczmarek-Kolb, Leiterin des kürzlich ins Leben gerufenen Projekts „Inklusion bewegt“, stellte dieses vor. Dabei geht es um die Entwicklung und Förderung inklusiver Freizeitgestaltung, um Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen zusammenzubringen. Sie warb um Beteiligung von KJP-Mitgliedern am Begleitausschuss, mehrere Interessenten meldeten sich. Das KJP hatte sich, wie zwei Abgeordnete berichteten, auch schon selbst mit dem Thema beschäftigt und eigene Ideen zur Förderung des öffentlichen Bewusstseins für die Anliegen von Menschen mit Behinderungen entwickelt.

KJP hat sich direktes Antragsrecht erstritten

Einen ersten Beschluss fasste das KJP auch: die Verlängerung der bestehenden Patenschaft für ein zehnjähriges Mädchen auf Haiti, dass seit dem Erdbeben dort mit 25 Euro monatlich unterstützt wird.

Bei der Eröffnung der Sitzung hatte Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert betont, wie wichtig den „großen Parlamentariern“ das „kleine Parlament“ und der Austausch zwischen beiden sei. Einerseits könne man erlernen, wie parlamentarische Demokratie funktioniere, andererseits sei das KJP auch in der Lage, sich wichtiger Themen anzunehmen, wie derzeit der Flüchtlingsproblematik und des Rechtsradikalismus. Das verband er mit einem Lob für das vorherige KJP dafür, dass es sich ein direktes Antragsrecht im Kreisparlament erstritten habe. Er freue sich bereits auf den ersten Antrag aus dem neuen KJP.

Auf letzteres ging auch nochmals kurz der alte KJP-Vorstand ein, der dem neuen Parlament über seine Tätigkeit berichtete und laufende Projekte übergab.

In den neuen Vorstand wurden meist Mitglieder gewählt, die bereits eine Legislaturperiode hinter sich haben. Julia Fischer und Silas Nowak besetzen ihre früheren Ämter wieder, Neuling ist Lars Weiershausen.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr