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Wohntrend geht zurück in die Stadt

Mietwohnungen Wohntrend geht zurück in die Stadt

Zentrales Wohnen ist gefragt, am liebsten im Südviertel. Cappel ist im Aufwind, die Außenstadtteile leiden bei schlechter werdender Infrastruktur und steigenden Kraftstoffpreisen unter der Landflucht.

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von Manfred Schubert

Marburg. Anders als in vielen europäischen Ländern und den USA gab es in Deutschland keine Immobilien-Spekulationsblase. Auch in der Krise bleiben die Preise stabil, in vielen Städten, auch in Marburg, weisen die Prognosen sogar leicht nach oben. Entscheidend ist allerdings mehr denn je die Lage. Ließen sich noch bis vor zehn Jahren viele Familien und Studierende in den zu Marburg gehörenden Dörfern und darüber hinaus nieder, so ist seit einigen Jahren wieder von Landflucht die Rede, sagt Hans Jürgen Naumann, Makler und Marburger Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter. Zentrumsnah wohnen will nach Einschätzung vieler Makler der überwiegende Teil ihrer Kunden. Direkt an die Kernstadt angrenzende Stadtteile werden, wenn sie wie Cappel ihren dörflichen Charakter bewahrt und eine gute Infrastruktur und Busanbindung haben, beliebter.

Viele Menschen, die einst zum Studium nach Marburg kamen, seien dank der Wohnqualität geblieben, auch wenn sie keinen Job vor Ort fanden. Reinhold Kulle, Fachdienstleiter der Stadtplanung, verweist auf die zahlreichen Pendler, die jeden Morgen Richtung Rhein-Main-Gebiet fahren. Die Stadt habe einen hohen Naherholungswert, eine gute Infrastruktur und ein gutes Kulturangebot. Dies alles führe dazu, dass Immobilien in Marburg recht teuer seien, wie sonst eher im südhessischen Bereich.

In einfachen Lagen bewegen sich die Preise für Einfamilienhäuser von 100 000 bis 250 000 Euro, der Kaufpreis pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen von 700 bis 1 300 Euro, die Miete pro Quadratmeter von 4,60 bis 6,50 Euro.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Montagsausgabe der OP.

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