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Wohnstadt sichert Beschäftigungsprojekt

Richtsberg Wohnstadt sichert Beschäftigungsprojekt

Das Beschäftigungsprojekt „Stadterneuerung Richtsberg“ wird in den nächsten beiden Jahren fortgesetzt.

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Vier Mitarbeiter des Beschäftigungsprojekts „Stadterneuerung Richtsberg“ (in gelben Jacken) vor dem Gebäude Berliner Straße 6, wo sie einen Verbindungsweg angelegt haben. Dadurch ist die Straße für ältere Menschen zum Beispiel auch mit Rollator erreichbar. Die vier Mitarbeiter stellten das Ergebnis ihrer Arbeit vor – gemeinsam mit Thomas Wenzel (Kundenbetreuer Servicecenter ­Marburg, von links), Thorsten Rucker (Arbeitsanleiter), Manfred Morawietz (Leiter Servicecenter Marburg) und Dr. Heinrich Scherer (Stadt Marburg).

Quelle: privat

Marburg. Noch kurz vor Jahresende können Jürgen Bluhm, Leiter des Regionalcenters Kassel der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt, und Manfred Morawietz, Leiter Servicecenter Marburg, eine erfreuliche ­Nachricht verkünden. Das Beschäftigungsprojekt „Stadterneuerung Richtsberg“ für arbeitslose Jugendliche wird fortgesetzt, die Wohnstadt verlängert ihre Unterstützung für weitere zwei Jahre. Mit 5 000 Euro jährlich fördert sie innerhalb dieses Projekts speziell die Anleitung von Jugendlichen durch eine professionelle Kraft. „Für die Wohnstadt ist dieses Engagement aus mehreren Gründen von Bedeutung: Wir setzen uns aktiv für soziale Belange ein und können gleichzeitig unseren Mietern ein attraktiveres Wohnumfeld bieten“, erklären Jürgen Bluhm und Manfred ­Morawietz.

Insgesamt bewirtschaftet die Wohnstadt am Richtsberg mehr als 650 Wohnungen. Die GWH Wohnungsgesellschaft Hessen und die städtische Gemeinnützige Wohnungsbau Gesellschaft (Gewobau), ebenfalls Vermieter auf dem Richtsberg, beteiligen sich zusätzlich mit jeweils  5 000 Euro an dem Projekt. Und die Stadt Marburg stellt im Programm „Soziale Stadt“ den Betrag von 29 000 Euro jährlich zur Verfügung.

Seit mehr als zehn Jahren fördert die Wohnstadt mittlerweile die Beschäftigung von jungen Menschen ohne Arbeit, um ihnen dabei zu helfen, einen Einstieg ins Berufsleben zu finden. So werden sechs Jugendliche gleichzeitig von einer Fachkraft betreut und für diverse Tätigkeiten angelernt.

Zu diesen zählen das Einhausen von Müllplätzen, die Erneuerung von Wegen, die Sanierung der vielen Treppenanlagen an den Richtsberghängen sowie das Renovieren von Treppenhäusern. Gestartet wurde dieses Beschäftigungsprojekt für arbeitslose Jugendliche bereits 1987 und dann zunächst nach dem Bundessozialhilfegesetz gefördert, bis 2005 die Agentur für Arbeit die Zuständigkeit dafür übernahm. Für Jürgen Bluhm und Manfred Morawietz ist dieses Projekt „nur ein Teil innerhalb des umfangreichen Engagements der Wohnstadt auf dem Richtsberg, auf dem zirka 8 500 Menschen aus 80 Nationen zusammenleben“. So wurde etwa auch ein Angebot speziell für acht- bis zwölfjährige Kinder geschaffen, die zu „Kleinen Fegern“ ausgebildet werden sollen. Sie bekommen auf spielerische Weise vermittelt, wie sich eine allzu große Anhäufung von Müll vermeiden lässt.

Ziel dieses Projektes ist es, dass schon die ganz jungen Bewohner des Stadtteils ein Gefühl für Gemeinschaft entwickeln und einen pfleglichen Umgang mit ihrem Wohnquartier erlernen. Auch in diesem Fall ist eine Kooperation mit anderen Wohnungsgesellschaften gelungen.

  • Hintergund: Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit mehr als 90 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 670 Mitarbeiter. Mit rund 61 000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie nach eigenen Angaben zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Der Wohnungsbestand wird aktuell von rund 260 Mitarbeitern in vier Regional-, untergliedert in 13 Service-Centern, betreut. Das Regionalcenter Kassel bewirtschaftet rund 19 500 Wohnungen und hat Servicecenter in Fulda und Marburg sowie ein Vermietungsbüro in Eschwege. Unter der Marke „NH ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadt- und Projektentwicklungsaufgaben durchzuführen.
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