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Wohnheim wird stückweise zerlegt

Campus Firmanei Wohnheim wird stückweise zerlegt

Die Abrissarbeiten am ehemaligen Schwesternwohnheim in der Deutschhausstraße begannen bei strömendem Regen. Das gefiel der Bauleitung besonders - nur so wird wenig Staub aufgewirbelt.

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Der Regen am Mittwoch verursachte auch viel Matsch auf dem Baufeld. Aber eigentlich sind die Bauarbeiter froh, wenn es in den nächsten sechs bis acht Wochen regnet: Das gibt weniger Staub.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Der graue Bauklotz wird seit gestern Stück für Stück kleinteilig abgebrochen. Im Fachjargon spricht man auch von „pulverisieren“: „Aber das stimmt nicht genau“, erklärt Raphael Kückmann, Projektleiter beim Hessischen Baumanagement des Landes. Denn aus dem Schutt wird am Ende kein Pulver. Allerdings wird jede Menge Staub aufgewirbelt, über Regen wie am Mittwoch freuen sich die Arbeiter daher besonders.

Beim Abriss handelt es sich um einen „erschütterungsarmen Rückbau“ erklärt Kückmann. Mit einem Greifwerkzeug wird nach und nach das ehemalige Schwesternwohnheim zerstört. Bis 13800 Kubikmeter „zerlegt“ sind, vergehen noch einige Wochen. Das Hessische Bodenmanagement rechnet mit sechs bis acht Wochen - inklusive Bauschuttabtransport. Das Baufeld ist bereits seit Wochen gesperrt, sodass sich für Verkehrsteilnehmer und Passanten nicht viel ändert.

Neubau einer UB steht nichts mehr im Wege

Der Abriss des früheren Schwesternwohnheims ist der letzte Baustein in den Vorbereitungen für die Errichtung einer neuen Universitätsbibliothek auf dem künftigen Campus firmanei. Für den geplanten neuen Uni-Campus wurde bereits die ehemalige Frauenklinik abgerissen, auch dafür war das Bodenmanagement organisatorisch zuständig. Die Winterpause wird voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März enden. Der Baubeginn für die neue Bibliothek ist für März 2014 geplant (die OP berichtete). Wenn es die Witterung zulässt, dann soll damit begonnen werden, die Baugrube herzurichten. Das geschieht mithilfe einer sogenannten Bohrpfahlwand. Die aneinandergereihten Pfähle bilden eine unterirdische Wand, die eine durchgehende Umschließung der Baugrube bildet und diese absichert. Innerhalb der Wanne wird dann die Baugrube ausgehoben.

Modernste Bibliothek entsteht bald

Im Anschluss kann das Fundament gegossen werden, und der Hochbau beginnt. Zwischen der Elisabethkirche und dem Alten Botanischen Garten plant die Philipps-Universität den Neubau der Uni- Bibliothek, der den Ersatz für den „Silberwürfel“ an der Stadtautobahn darstellen soll. Der Kostenansatz für Hessens modernste Hochschul-Bibliothek steht bei 108 Millionen Euro. Ob dieses Budget eingehalten werden kann, ist jedoch unklar.

von Anna Ntemiris

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