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Wohnheim bleibt bis 2015 verwaist

Richtsberg-Brand Wohnheim bleibt bis 2015 verwaist

Die Bewohner des Studentenwohnheims Am Richtsberg 66 müssen nach einer Brandstiftung im Juni noch monatelang in den Notquartieren leben.

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Im Juni war in den frühen Morgenstunden ein Brand im Keller des Studentenwohnheimes ausgebrochen.

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. Wie das Marburger Studentenwerk auf OP-Nachfrage mitteilt, geht man derzeit von einem Wiedereinzug Anfang 2015 aus. „Eine Belegung bis Ende des Jahres ist nicht zu erwarten“, sagt Franziska Busch, Sprecherin des Studentenwerks. Ursprünglich hatte der Vermieter einen Wiedereinzug im Laufe des September in Aussicht gestellt. Grund für die Verzögerung sind laut Busch neue Brandschutzanforderungen. „Aus Sicht des Brandschutzes ist mit dem Brandereignis ein neuer Status quo eingetreten. Das Gebäude muss im Rahmen einer sogenannten Gefährdungsbeurteilung neu bewertet werden um zu gewährleisten, dass das Haus vor einer Neubelegung den aktuellsten Brandschutzanforderungen entspricht“, sagt Busch.

Momentan leben 34 Familien, 100 Personen, in Notunterkünften in der alten Kindertagesstätte, in den Wohnungen der Uniklinik (Sonnenblickallee) und im Seniorenzentrum Sudetenstraße.

Bei dem Brand im Juni, bei dem 280 Mieter aus dem Haus gerettet  werden mussten, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Wie die Staatsanwaltschaft auf OP-Anfrage mitteilt, gibt es aber weiterhin keine
neuen Ermittlungserkenntnisse. „Es wurde intensiv nach einer Person gesucht, die in der Geschehensnacht das Haus betrat. Die Person konnte bisher trotz umfangreicher Ermittlungen nicht identifiziert werden“, sagt Annemarie Petri, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft. Die von der Gebäudeversicherung ausgelobte Belohnung in Höhe von 5000 Euro verlief bislang erfolglos, ebenso die Zeugenaufrufe in der OP.

von Björn Wisker

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