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Wohnheim-Brand: 26 Apartments stark beschädigt

Brandstiftung Wohnheim-Brand: 26 Apartments stark beschädigt

Es gibt Hoffnung auf Rückkehr für die Bewohner des durch Brandstiftung beschädigten Wohnheims Am Richtsberg 88: Anfang September sollen viele Mieter wieder einziehen können.

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Bei dem Brand Ende Juni mussten 280 Mieter gerettet werden. Archivfoto: Florian Gaertner

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. Das teilt das Marburger Studentenwerk auf OP-Anfrage mit. Gutachter haben ermittelt, dass von den 118 Wohnungen 92 nur mäßig von den Auswirkungen des Brands betroffen sind. „In diesen wurden ausschließlich Ablagerungen durch die Verrußung festgestellt“, sagt Franziska Busch, Sprecherin des Studentenwerks. Eine Firma für Brandsanierung reinige diese Apartments derzeit. „Wir rechnen damit, dass die meisten dieser Wohnungen bis Anfang September wieder bezugsfähig sein werden“, sagt Busch.

Stark betroffen sind 26 Wohnungen, die direkt über dem Brandherd, der im Keller war, liegen. Vor allem die sanitären Einrichtungen, sprich Bäder, sind zerstört worden. „Dort muss eine komplette Sanierung stattfinden“, sagt Busch.

Noch immer in provisorischen Unterkünften

Die Reparaturen an den zerstörten Versorgungsleitungen, Gas und Wasser, im Keller und den unteren Geschossen haben bereits begonnen. Inzwischen ist die Stromversorgung wiederhergestellt, die Aufzüge funktionieren wieder. Die Schadenshöhe ist noch unklar.

Sorge bereitete dem Studentenwerk zuletzt die mögliche Schadstoffbelastung in dem 1972 gebauten Haus. Die Gutachter haben offenbar Entwarnung gegeben: „Außer Rauchgasen und dem damit verbundenem Chlorid-Niederschlag sind keine weiteren Schadstoffe im Haus gefunden wurden“, sagt Busch. Die Stoffe wurden von Brandsanieren bereits „rückstandslos entfernt“.

Fast alle Familien, die das Studentenwerk in den Notquartieren - etwa in den oberen Etagen des Altenhilfezentrums am Richtsberg - untergebracht hat, leben noch in den provisorischen Unterkünften. „Diese werden dann voraussichtlich alle in das Wohnheim zurückkehren“, sagt Busch. Für die Mieter gibt es vom Studentenwerk ein finanzielles Trostpflaster: Die Bewohner müssen für Juli und August keine Miete zahlen, da das Haus seit Ende Juni unbewohnbar ist. „Bereits bezahlte Leistungen für den Zeitraum 24. Juni bis 30. Juni gehen zurück. Erst ab dem Zeitpunkt, an dem die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, werden die Mietzahlungen wieder aufgenommen“, sagt Busch.

Ermittlungen ergaben noch keine Hinweise auf Täter

Die Versicherung hat eine Belohnung von 5000 Euro versprochen, für Hinweise, die zur Festnahme des Täters führen. Die Polizei hat indes „noch keine konkreten, vielversprechenden Spuren“ was die Suche nach einem Verdächtigen, der den Brand gelegt haben könnte, angeht- Das sagte Polizeisprecher Martin Ahlich auf OP-Anfrage. Nach den Ermittlungen bittet die „Arbeitsgruppe Richtsberg“ der Kriminalpolizei Marburg um Hinweise zu einem Mann, der nach Zeugenaussagen gegen 2.30 Uhr das Wohnhaus Richtsberg 88 durch den Haupteingang betreten hat. Der Mann soll 1,75 bis 1,80 Meter groß und hellhäutig sein. Er soll unauffällige Kleidung in gedeckten Farben getragen haben.

von Björn Wisker

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