Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Wohnheim-Abriss vor der Winterpause

Monatsbild: Oktober Wohnheim-Abriss vor der Winterpause

Auf der Campus-Baustelle am Alten Botanischen Garten erfolgt in wenigen Tagen der Abriss des letzten Gebäudes, das dem Bau einer neuen Universitäts-Bibliothek noch im Wege steht.

Voriger Artikel
Eisenach feiert Städtepartnerschaft
Nächster Artikel
Informationsmarkt für Studierende

Noch steht die Gebäudehülle des früheren Schwesternwohnheims (hinten links). Doch ab Mitte Oktober soll auch das Wohnheim abgerissen werden. Auf dem Baugelände soll dann ab Frühjahr 2014 eine Baugrube für das Großbauprojekt einer neuen Uni-Bibliothek ausgehoben werden. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das Baustellen-Tagesgeschäft läuft auch Anfang Oktober weiter: Dazu zählen infrastrukturelle Arbeiten wie die Verlegung der Kanal- und Abwasserleitungen sowie der künftigen Hausanschlüsse, erläuterte Ellen Thun von der Pressestelle der Universität der OP auf Anfrage. In der zweiten Monatshälfte soll schließlich der Abriss des ehemaligen Schwesternwohnheims.

Es ist nach dem bereits abgerissenen großen Gebäude der früheren Frauenklinik das letzte Gebäude, das dem Neubau einer Uni-Bibliothek noch im Wege steht. Das Schwesternwohnheim ist bereits ausgeräumt. Zurzeit wird der Bau bis auf die Grundkonstruktion entkernt. Das bedeutet, dass sämtliche Türen, Fenster, Fußböden, Beläge, Heizkörper und technische Installationen ausgebaut und entsorgt werden. Der Abriss des ehemaligen Wohnheims ist die letzte größere Aktion, die in diesem Jahr auf der Großbaustelle der Marburger Universität noch geplant ist. Die Winterruhe auf der Baustelle beginnt dann voraussichtlich Ende November nach dem Abbruch des Schwesternwohnheims, teilte Ellen Thun mit.

Im Frühjahr beginnenVorarbeiten für Baugrube

Winterfest machen bedeutet im Wesentlichen, die Baustelle zu sichern. Alle Leitungen und Rohre liegen dann bereits wieder unter der Erde und müssen nicht geschützt werden. Die Winterpause wird voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März enden. Wenn es die Witterung zulässt, dann soll damit begonnen werden, die Baugrube herzurichten. Das geschieht mithilfe einer so genannten Bohrpfahlwand.

Die aneinandergereihten Pfähle bilden eine unterirdische Wand, die eine durchgehende Umschließung der Baugrube bildet und diese absichert. Innerhalb der Wanne wird dann die Baugrube ausgehoben. Im Anschluss kann das Fundament gegossen werden, und der Hochbau beginnt.

Zwischen der Elisabethkirche und dem Alten Botanischen Garten plant die Philipps-Universität den Neubau der Uni-Bibliothek, der den Ersatz für den „Silberwürfel“ an der Stadtautobahn darstellen soll. Der Neubau kostet 108,4 Millionen Euro und soll aus dem „Heureka“-Bauprogramm des Landes Hessen bezahlt werden, aus dem 440 Millionen Euro an die Marburger Universität fließen.

Gleichzeitig wird die neue Bibliothek das Herzstück für den „Campus Firmanei“ bilden, denn die geisteswissenschaftlichen Institute der Marburger Universität sollen ebenfalls von der Stadtautobahn an den Fuß der Oberstadt verlagert werden.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr