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Wissenschaft und Glaube im Einklang

John Lennox bei SMD Wissenschaft und Glaube im Einklang

Die Studentenmission in Deutschland (SMD) hat den 1943 in Nordirland geborenen Mathematiker Professor John Lennox zu einem Vortrag eingeladen. Er sprach zum Thema „Gott im Fadenkreuz“.

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Professor John Lennox im Marburger Audimax.

Quelle: Sabine Klein

Marburg. Lennox zeigte, dass Wissenschaft und Glaube sich keineswegs widersprechen, sondern durchaus miteinander in Einklang sein können. Zeitgleich wurde auf der Herbstkonferenz auch der derzeitige SMD-Generalsekretär Dr. Jürgen Spieß verabschiedet. Sein Nachfolger wird Dr. Alexander Fink.

Vor rund 1200 Zuhörern sprach Lennox am Freitagabend. Davon saßen allein 900 im vollbesetzten Audimax der Philipps-Universität. Weitere 300 konnten den Vortrag als Live-Übertragung in Wehrda und einem weiteren Hörsaal miterleben. Lennox ging der Frage nach, ob sich Glaube und Wissenschaft vereinen lassen und er kam zu dem Schluss, dass das eine das andere nicht ausschließen muss.

Schließlich sei die Grundlage jeder Wissenschaft und Forschung der Glaube, noch etwas zu entdecken. Auch dies sei eine Form des Glaubens und niemand könne widerlegen, dass Gott nicht alles geschaffen habe. Schon Newton habe Gott für seine Schöpfung bewundert, erklärte Lennox. Es gebe zwar ein Gravitationsgesetz, aber was Gravitation wirklich sei, könne bis heute niemand erklären.

Glaube sei keine Konkurrenz zur Wissenschaft, er sei lediglich ein anderer Ansatz zur Erklärung. Jeder habe sein Leben selbst in der Hand und damit sei es auch jedem selbst überlassen, woran er glauben möchte, aber auch Atheisten glauben. „Sie glauben, dass es keinen Gott gibt“, sagte Lennox.

Doch auch die Naturwissenschaft habe ihre Grenzen, schließlich könne sie die einfachsten Fragen eines Kindes nicht beantworten. Fragen wie „Wo komme ich her?“ und „Wo gehe ich hin?“ Es komme immer auf den Blickwinkel an.

Man könne wissenschaftlich nach den Theorien von Bunsen erklären, warum das Wasser kocht, jedoch für den Einzelnen kann es auch kochen, weil er einen Tee möchte, und dies sei dann der Ausdruck eines Handelnden. Hinter allem steckt ein Geist, warum dann nicht auch hinter der Schöpfung?

„Letztendlich gibt es noch viele Geheimnisse, die der Mensch noch nicht entschlüsseln konnte und ob jemand nun glaubt oder nicht, hindert niemanden daran zu entdecken“, sagte Lennox.

Jeder Einzelne bestimme seine Weltanschauung und gehe seinen Weg und ein Atheist sei nicht erfolgreicher, als es ein Christ wäre - schließlich gingen die beiden letzten Physiknobelpreise an einen Christen und an einen Atheisten.

Studentenmission seit 1. Oktober im Südviertel

Die Tagung der SMD ging noch bis Sonntag und endete mit einem Abschlussgottesdienst, bei dem Lennox noch einmal sprach. Es wurden im Rahmen von Wissenschaft und Glaube noch einige Veranstaltungen präsentiert wie Podiumsdiskussionen, Vorträge und Seminare, in denen sich die Teilnehmer zu verschiedenen Themen informieren konnten.

Nun wird Fink seine Rolle in der SMD Marburg antreten und sein Büro im Südviertel beziehen, wo sich die SMD seit dem 1. Oktober befindet.

von Sabine Klein

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