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Wissenschaft kann auch Spaß machen

Campus Marburg Wissenschaft kann auch Spaß machen

Für einen Tag lang wurde ganz Marburg zu einem Campus: Das Event der Uni setzte darauf, Wissenschaft anschaulich und unterhaltsam darzustellen.

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Dies „Nachwuchsforscher“ experimentierten im Chemikum bei der Veranstaltung „Campus Marburg“.

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. Seit einigen Jahren ist das Wort „Campus“ in Marburg zu einem Modewort der Universität geworden. Am Freitag ging es dabei einmal nicht um bauliche Veränderungen in der Marburger Innenstadt, sondern um ein Event, das den Wissenschaftsbetrieb von einer ganz besonderen Seite zeigte: Bei „Campus Marburg“ erklärten Professoren etwa, wie man geheime Botschaften verschlüsselt oder wieso Räume gekrümmt sein können. Neben dem informativen Mehrwert der Vorträge gab es bei vielen der mehr als 160 Veranstaltungen auch einen hohen Erlebnisfaktor: So kamen die „Fire Devils“ aus Nordhessen mit ihrer beeindruckenden Feuershow vor die Uni-Bibliothek. Sie ließen im wahrsten Sinne des Wortes die Funken sprühen.

Physik-Show mit Georg Otto. Foto: Nadine Weigel

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Das umfassende Programm, das Dozenten, Studierende und Uni-Mitarbeiter vorbereitet hatten, gefiel auch der Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause. „Das ist richtig spannend“, sagte sie der OP. Zunächst hielt sie eine Rede bei der offiziellen Eröffnung im Hörsaalgebäude im Lahntal. Anschließend stand für sie ein Besuch bei der „Campus“-Debatte des studentischen Debattierclubs auf ihrem persönlichen Programmzettel.

Uni-Alltag wird veralbert

Im Gegensatz zur „Nacht der Geisteswissenschaften“, die vor einigen Jahren stattgefunden hatten, waren dieses Mal auch die Lahnberge in das Gesamtprogramm mit einbezogen.

Zum Start des Programms auf den Lahnbergen fand eine Eröffnungs-Show im Auditorium der Uni-Klinik statt, bei der zwei Akteure vom „Fast Forward Theatre“ ein wenig den Uni-Alltag in Marburg veralberten. Anschließend erklärte Medizinprofessor Jürgen Schäfer den großen Erfolg seines Lehrkonzeptes „Dr. House“. Ausgehend von der bekannten US-TV-Serie erzählt er regelmäßig den Studenten, was Dr. House, „ein genialer Arzt, aber ein menschliches Scheusal“ medizinisch richtig macht.

„Wir wollen Wissenschaft verständlich, spannend und unterhaltsam präsentieren“, erläuterte Uni-Vizepräsident Professor Joachim Schachtner zur Eröffnung das Generalmotto. Bei „Campus Marburg“ präsentiere sich die Uni als Ort der Forschung, des Wissens und der Kultur. „Marburg feiert viele Feste - vom Stadtfest bis zu ‚Marburg b(u)y Night‘. Erstmals haben jetzt Uni und Stadt gemeinsam ein solch großes Fest organisiert“, sagte Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach. Die Kooperation bei der Vorbereitung von „Campus Marburg“ habe auch dazu beigetragen, die Akteure von Stadt und Uni enger zusammenzubringen. Weinbach kündigte an, dass die Veranstaltung bei einem erfolgreichen Verlauf einen festen Platz im Marburger Veranstaltungskalender bekommen solle.

Der Weg zum Haupteingang des Hörsaalgebäudes an der Biegenstraße war mit bunten Scheinwerfern hell erleuchtet: Im Uni-Hörsaalgebäude lag am Freitag das unbestrittene Zentrum von „Campus Marburg“ mit einem „Markt der Möglichkeiten“, jede Menge Vorträgen und einem Abschluss-Event mit der Kabarettistin Lisa Fitz.

Aber auch an anderen Stellen der Stadt wie am Physik-Institut gab es Wissenschafts-Inseln“.

von Manfred Hitzeroth

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Erste Bilder und Bericht vom Event
So kann Wissenschaft also auch aussehen: Die „Firedevils“ verzaubern das Publikum am Silberwürfel der Uni-Bibliothek mit ihrer spektakulären Feuer­show. Foto: Thorsten Richter

Startschuss zum Wissenschafts-Fest "Campus Marburg": Seit dem Nachmittag strömen Hunderte Gäste zu den Show-Seminaren, Vorführungen und Vorlesungen.

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