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Wird die alte Ziegelei zum Denkmal?

Streit-Thema Wird die alte Ziegelei zum Denkmal?

Angesichts der jüngsten Debatte um die Baupläne auf dem Gelände der alten Ziegelei in Ockershausen, kommt der Geschichte des Gebäudes besondere Bedeutung zu.

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Der Ringofen-Bau auf dem SKV-Gelände an der Ockershäuser Allee.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Denkmalschutz für die alte Ziegelei: Eine Ortsbegehung mit dem Ortsbeirat wird demnächst auf dem Ex-SKV-Gelände stattfinden um das zu klären. Auch der Magistrat will daran teilnehmen. Danach soll die Geschichte der Zwangsarbeit in Ockershausen aufgearbeitet werden. Dies könne in einer von Renate Bastian (Linke) vorgeschlagenen Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein geschehen oder auch durch ein Schulprojekt, wie von SPD und Grünen vorgeschlagen.

In einem dritten Schritt müsse schließlich „gründlich geprüft werden“, wie eine konzeptionelle Würdigung des Baus gestaltet werden könne, sagte Ortsvorsteher Matthias Simon (SPD). Die Überlegungen zu einer möglichen Denkmalgestaltung sollen aber erst nach Abschluss der Untersuchungen beginnen. Neben der industriekulturellen Charakteristik des Baus auf dem SKV-Gelände entlang der Ockershäuser Allee ist der Ringofen-Bau auch im Dritten Reich von Bedeutung gewesen.

Zahlreiche Zwangsarbeiter waren zu Zeiten des Nationalsozialismus dort untergebracht gewesen. Bastian erklärte im Ockershäuser Ortsbeirat, durch das Arbeitsgefangenenlager sei damals „zu einem erheblichen Teil die Wirtschaft aufrecht erhalten“ worden. Sie schloss sich daher dem Antrag von SPD und Grünen an. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen und wird somit umgesetzt.

von Peter Gassner

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