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"Wir werden mehr Geld haben"

Hochschulpakt "Wir werden mehr Geld haben"

Wie beurteilt die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause den nunmehr unterzeichneten Hochschulpakt? Das erfragte die OP ­am Dienstag im Uni-Präsidium.

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Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause ist auch Sprecherin der Konferenz hessischer Uni-Präsidien.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Noch vor fünf Jahren hatte Eva Kühne-Hörmann (CDU), Boris Rheins Parteifreundin und Amtsvorgängerin, als Wissenschaftsministerin den Hochschulpakt für die Jahre 2011 bis 2015 ausgehandelt.

Damals waren Tausende von Studierenden und Lehrenden nach Wiesbaden gezogen, um gegen die in diesem Pakt vorgesehenen Kürzungen zu protestieren.  Auch der Marburger Uni-Senat und zahlreiche Marburger Professoren und Studierende hatten sich damals am „Marsch auf Wiesbaden“ beteiligt. Die Marburger fühlten sich besonders benachteiligt. Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hatte seinerzeit die Hochschulen aufgefordert, zu sparen.

Die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause hatte damals lange gezögert, ihre Unterschrift unter den Hochschulpakt für 2012 bis 2015  zu setzen, weil er aus ihrer Sicht nicht besonders positiv für die Marburger Hochschule war. Jetzt äußerte sie sich viel positiver über den neuen Pakt der Landesregierung mit den insgesamt 13 staatlichen Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen), der von 2016 bis 2020 gültig sein soll.

„Die Universitäten begrüßen, dass im neuen Hochschulpakt durch einen realen Zuwachs des Gesamtbudgets, durch vermehrte Stabilität der Finanzierung und damit erhöhte Planungssicherheit die Strategiefähigkeit der Hochschulen gestärkt wird“, erklärte Krause in ihrer Eigenschaft als Sprecherin der Konferenz hessischer Universitätspräsidien (KHU).

Sie betonte, dass die Universitäten in den letzten Jahren ihre Leistungen in Forschung und Lehre kontinuierlich gesteigert hätten. Aus gemeinsamer Sicht von Landesregierung und Universitäten stelle es eine Herausforderung dar, dieses hohe Leistungsniveau in Zukunft zu halten.

Doch nicht nur für die Hochschulen im Allgemeinen, sondern auch für die Marburger Universität im Speziellen freute sich Krause über den neuen Hochschulpakt, dem am Montag nun die Vertreter aller Hochschulen und Wissenschaftsminister Rhein zustimmten und der in Kürze offiziell unterschrieben werden soll.

Immer noch im Stadium von Modellrechnungen

Krause hatte bereits vor zwei Wochen im Uni-Senat bei der Erläuterung der Grundzüge des Hochschulpakts betont, dass dieser eine Trendwende bedeute, die sich positiv auf die Marburger Universität auswirken werde. Dies bekräftigte sie am Dienstag im Gespräch mit der OP.

„Wir werden strukturell mehr Geld haben. Es wird finanziell besser werden, aber natürlich wachsen die Bäume nicht in den Himmel“, erläuterte die Uni-Präsidentin. Zum ersten Mal sei es so, dass die Universität im Haushalt nicht weiter kürzen müsse. Im Gegenteil: Das Uni-Präsidium könne wohl mehr Geld in die Personalbudgets der Fachbereiche geben, kündigte Krause an. Allerdings betonte die Präsidentin auch, dass sich das Ganze immer noch im Stadium von ­Modellrechnungen  bewege.

Denn der Hochschulpakt stelle erst einmal nur eine Art Regel auf, wie das Geld von der Landesregierung auf die einzelnen Hochschulen verteilt werden solle.

Positiv sei aber auf jeden Fall schon für 2015, dass 3,5 Prozent mehr Geld in die Grundfinanzierung gegeben werde. Zudem gebe es hessenweit eine einmalige Summe von 30 Millionen Euro für das Erfolgsbudget. Das „Feintuning“ für die Verteilung auf die Hochschulhaushalte im Jahr 2016 müsse dann wie  auch für die darauffolgenden Jahre noch erfolgen. Als sinnvoll bewertete sie auch, dass als eine Grundlage für die Verteilung der aktuelle Drei-Jahres-Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2014 bei den Studierendenzahlen herangezogen werden solle.

von Manfred Hitzeroth

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