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„Wir sind hier, weil gesungen wird“

120 Jahre Cäcilia Schröck „Wir sind hier, weil gesungen wird“

Viel Musik, wenig Worte: Mit einem Open-Air-Konzert feierte der Gesangverein Cäcilia Schröck am Samstagabend sein 120-jähriges Bestehen am Elisabethbrunnen.

Schröck. Dabei zeigten die beteiligten Chöre und Gesangvereine, dass Chormusik auf keinen Fall angestaubt sein muss: Das Repertoire reichte von klassischen Chorstücken über Spirituals und Pop-Songs bis hin zu fetzigem Gospel.

Ganz ohne Grußworte ging es dann aber doch nicht: Der Vorsitzende Thomas Sprenger gab einen Kurz-Abriss über die vergangenen 120 Jahre. „Es ist ein Vereinsleben mit allen Höhen und Tiefen“, sagte er. Gegründet wurde der Chor als reiner Männerchor, und nach einigen Unterbrechungen sei der Chor dann „als gemischter Chor wieder auferstanden“, so Sprenger. Später kam auch noch ein Kinderchor hinzu, „sodass wir heute drei Gruppen haben, auf die wir zählen können.“ Dies sei auch ein Grund dafür, dass es bei den Schröcker Sängern keine Überalterung gebe. „Ein Gesangverein ist der einzige Verein, in dem alle Altersgruppen zusammen aktiv sein können“, so Sprenger. In Schröck liegt die Altersspanne derzeit zwischen 16 und 84 Jahren. „Darum sollten wir nach vorne schauen und Freude nach außen bringen.“

Ein Grußwort kam auch von Ortsvorsteher Uwe Heuser. „120 Jahre in der Vereinsgeschichte sind eine verdammt lange Zeit, und man könnte viel drüber erzählen. Aber ich musste dem Vorsitzenden versprechen, dass ich mich kurz fasse“, sagte er - gratulierte zum 120-Jährigen, überreichte einen Umschlag und trat von der Bühne.

Die gehörte danach den Chören, angesagt von Matthias Nau. Der versprach: „Wir sind hier, weil gesungen wird.“ Daher wolle er große Reden vermeiden. Stattdessen sagte er den gastgebenden „Gemischten Chor Schröck“ mit „Audite silete“ an. Danach kamen noch Kantorka Schröck und Syncopia Beltershausen dazu. Und deren Version von „Hallelujah“, einem Klassiker von Leonard Cohen, sorgte durchaus für Gänsehaut vor der wunderschönen Kulisse des Elisabethbrunnens.

Syncopia Beltershausen sang danach alleine weiter: Die Sänger überzeugten mit dem sehr emotionalen „You’ve got a friend“ von Carole King, „There is sunshine“ von John R. Seweny und „Take these wings“ von Don Besig.

Dass Chormusik absolut fetzig sein kann, bewies der Junge Chor Bracht: Seine Version von „Hit the road, Jack“ sprang sofort auf die Zuhörer über. Spirituell wurde es hingegen mit „Yakanaka Vhangeri“, einem afrikanischen Gospel.

Chor auf Chor gratulierte „Cäcilia Schröck“ musikalisch: Kantorka Schröck ebenso, wie die „Sängerlust Roßdorf“ - unter anderem mit einem „Kleinen Blumenstrauß“ von Bernhard Weber oder dem „Ave Maria der Berge“ von Otto Groll.

Weitere „musikalische Gratulanten“ waren der MGV Gladenbach, der auch gemeinsam mit den Männern von „Cäcilia Schröck“ sang, der MGV „Liederkranz“ Betziesdorf und „Roßdorf Cantilena“.

von Andreas Schmidt

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