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"Wir müssen weg von der Konfrontation"

Ostermarsch "Wir müssen weg von der Konfrontation"

Beim Osterspaziergang des Marburger Bündnisses „Nein zum Krieg“ heißt es: „Kriege, Militarisierung und Kriegspropaganda stoppen – Konflikte friedlich lösen!“

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Pit Metz (von links), Karsten Engewald, Jan Schalauske und Dr. Ulf Immelt zeigen die Plakate der Friedensinitiative.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. Seit der Wiederbelebung der Friedendemonstrationen 2011 stehen in diesem Jahr vor allem lokale wie auch internationale Konfliktthemen zu Kriegseinsätzen in Europa und dem Rückbau des Kriegsdenkmals in Bortshausen im Vordergrund. „Die Welt ist nicht friedlicher – im Gegenteil eher viel schlimmer geworden“, betont DGB-Kreisvorsitzender Pit Metz.

Folglich soll der Protest auf die Traditionsverbände des deutschen Imperialismus aufmerksam machen – speziell auf die Kameradschaft Marburger Jäger, die in Bortshausen 2011 ein Kriegsdenkmal errichtete. „Die Kritik verschiedener friedensbewegter Gruppen an der Kameradschaft geht von preußischer Militarismusverherrlichung an einem historischen Standort aus“, sagte Karsten Engewald von der Bürgerinitiative „Kein Kriegsdenkmal in Bortshausen“.

Symbolisch wird der Osterspaziergang deshalb am Staatsarchiv beginnen, wo alliierte Truppen vor 70 Jahren Marburg von den Nazis befreiten. Flucht, Terror und Bürgerkriege sollen unter anderem anhand der Ukraine-Krise thematisiert werden. „Wir müssen weg von der Konfrontation hin zur Friedenssicherung, nur mit und nicht gegen Russland“, erklärt Linke-Landesvorsitzender Jan Schalauske.  

„Die Frage müsste aber genauso lauten, was können wir vor Ort tun?“, ergänzt Dr. Ulf Immelt, DGB-Organisationssekretär. Differenzierte Betrachtungsweisen, Deeskalation statt Eskalation und konkrete Forderungen an die Lokalpolitik stehen beim gemeinsamen Spaziergang am Ostermontag zur Diskussion und sollen Interessierte gleichzeitig informieren. Von 11 bis 13 Uhr lädt das Bündnis „Nein zum Krieg“ Marburger zum Gedankenaustausch ein. Ab 13 Uhr erwartet die Teilnehmer ein geselliges Beisammensein im Haus der Ortenberggemeinde.

von Arnd Hartmann

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