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„Wir haben uns als eine Familie gefühlt“

Ehrung für Hochwasserhelfer „Wir haben uns als eine Familie gefühlt“

Als vor etwa einem Jahr die Elbe über die Ufer trat, machten sich freiwillige Helfer aus dem Landkreis innerhalb weniger Stunden auf, um dort zu helfen. Dafür wurden sie nun vom Land Brandenburg geehrt

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Links: Landrätin Kirsten Fründt steckt die Medaille an. Oben: Gruppenfoto der Einsatzkräfte mit ihren Kollegen aus Brandenburg.Foto: Lisa Scholz

Marburg. 107 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus Marburg-Biedenkopf fuhren damals gemeinsam mit Helfern aus dem Vogelsbergkreis nach Mühlberg an der Elbe, um dort die Menschen während des Hochwassers zu unterstützen.

Beteiligt waren dabei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, die DLRG Wasserrettung, das Technische Hilfswerk (THW) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Gemeinsam mit brandenburgischen Katastrophenschützern und Bundeswehr-Soldaten stabilisierten sie mithilfe Zehntausenden Sandsäcken die Deiche.

Um den freiwilligen Helfern für ihre Einsatzbereitschaft zu danken und ihre Leistung anzuerkennen, gab es eine Feierstunde, bei der auch Feuerwehrleute aus dem damaligen Einsatz- und Krisengebiet zu Besuch waren. Landrätin Kirsten Fründt zeigte sich begeistert darüber, dass so viele Menschen hier alles stehen und liegen ließen, um spontan anderen Menschen in Not zu helfen. „Was es tatsächlich bedeutet, können Sie am besten beurteilen“, sagte sie zu den Einsatzkräften.

Bodo Schmidt, Kreisbrandmeister des Landkreises Elbe-Elster, ist froh über die auswärtige Unterstützung, die den eigenen Leuten eine Ruhephase ermöglichte. Denn die Menschen rund um die Stadt Mühlberg mussten neben ihrer alltäglichen Arbeit noch zusätzlich gegen das Hochwasser ankämpfen. „Das zehrt an den Kräften“, erklärte Schmidt.

„Es wurde Hand in Hand gearbeitet“, berichtet Lars Schäfer, Kreisbrandinspektor des Landkreises Marburg-Biedenkopf, und freute sich über die gute Zusammenarbeit. Er erinnert sich an die freundliche Aufnahme in Mühlberg: „Wir haben uns als eine Familie gefühlt.“ Alles in allem sei es ein Einsatz gewesen, der nachhaltig geprägt habe. „Ich ziehe meinen Hut vor euch“, sagte er abschließend zu den Helfern.

Vertreter des brandenburgischen Elbe-Elster-Kreises und Landrätin Kirsten Fründt ehrten gemeinsam den heimischen Katastrophenschutz. Als Anerkennung und Respekt vor der Leistung der Helfer verliehen sie ihnen den Orden ‚Einsatzmedaille Hochwasser 2013‘ des Landes Brandenburg und eine Urkunde.

Nach dem offiziellen Teil gab es noch eine Besonderheit. Mitglieder des Kreistages und des Kreisausschusses bewirteten die Einsatzkräfte - als kleinen Ausdruck ihrer Wertschätzung für den Einsatz.

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von Lisa Scholz

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