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Winterschlaf für Oldtimer

Autos Winterschlaf für Oldtimer

80 Fahrzeuge sind es inzwischen, die im Polizeioldtimermuseum für glänzende Augen vor allem bei großen und kleinen Jungs sorgen.

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René Steinmann mit Sohn Felix aus Schwalmstadt vor einem Polizei-Bereitschaftskraftwagen, der zur mobilen Fernmeldeleitstelle gehörte.Foto: Freya Altmüller

Marburg. „Du kannst doch nicht da drin bleiben“, sagt René Steinmann zu Sohn Felix. Der knapp Zweijährige steht in einem VW-T2-Bus, ein Filmfahrzeug, das beispielsweise am Set eines Tatort-Drehs eingesetzt wurde. Zu Hause hat das Kind ein Buch mit Polizei-Autos, der Vater sechs Oldtimer.

Es ist der letzte Sonntag des Jahres, an dem das Polizeioldtimermuseum von Cyriaxweimar geöffnet hat. Viele haben das gute Wetter genutzt, um sich die rund 80 Fahrzeuge anzuschauen. Einige sind mit ihren eigenen Oldtimern angereist, wie ein Senior aus dem Landkreis, der einen BMW 501 mit Barockengel fährt. Auch im Museum gibt es einen solchen als Streifenwagen, es ist der letzte Neuzugang des ständig wachsenden Bestandes.

Dem achtjährigen Paul und seinem Bruder Lukas aus Neustadt an der Weinstraße haben die Motorräder am besten gefallen, weil man sich draufsetzen durfte. Außerdem ein Gefangenentransporter, wo sie in eine der Zellen gehen durften und ein Fiat, dem der Polizei-Motorsport-Club zum Spaß einen Mercedes-Stern verpasst hat.

Die Mitglieder des Vereins halten die Fahrzeuge ehrenamtlich instand, erklärt Werner Tuchbreiter. Er ist einer von denen, die regelmäßig an den Oldtimern „schrauben“. „Salz ist der größte Feind für die Oldtimer“, erklärt er. Zu groß sei die Gefahr, dass sie rosten. „Deshalb gehen sie jetzt in den Winterschlaf.“ Im April soll das Museum wieder geöffnet sein.

von Freya Altmüller

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