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Winterball knüpft an Tanz-Tradition an

Ball in Cappel Winterball knüpft an Tanz-Tradition an

Der erste Winterball aller drei Marburger Tanzsportvereine im Bürgerhaus Cappel dauerte bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags an.

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Das Tanzparkett war meistens voll (großes Bild). Für Einlagen sorgten unter anderem drei Kinderpaare der TSG Marburg (kleines Bild). Fotos: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Es ist schon mehr als ein Jahrzehnt her, dass es in Marburg einen großen Tanzball gegeben hat. An diese zwischenzeitlich unterbrochene Tradition knüpften am Samstagabend die Tanzsportgemeinschaft (TSG) Marburg, der Akademische Tanzsportclub (ATC) Marburg und das Tanzsportzentrum Blau Gold Marburg an.

Es sei fast schon ein „historisches Ereignis“, dass sich die drei Vereine zu dem gemeinsamen Tanz-Event zusammengefunden hätten, betonte Moderator Dr. Ulf Seifart bei der Begrüßung. Schließlich habe in der Tanzsportszene in der jüngeren Vergangenheit durchaus nicht immer Einigkeit bestanden. Doch diese Zeiten sind jetzt anscheinend vorbei, denn die Vorsitzenden aller drei Vereine - Dr. Carola Seifart (TSG), Norbert Lehnert (Blau-Gold) und Leopold Jahn (ATC) - demonstrierten in ihren kurzen Ansprachen ebenfalls harmonische Einigkeit.

180 Tanzbegeisterte feierten zusammen: Der erste Winterball aller drei Marburger Tanzsportvereine im Bürgerhaus Cappel dauerte bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags an.

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Und so wurde es in dem liebevoll mit Wintermotiven dekorierten Cappeler Bürgerhaus eine festlich-familiäre, schwungvolle und gleichzeitig gemütliche Tanzfeier. Dabei kamen in den ausgiebigen „Tanzrunden für alle“ auf dem Parkett nicht nur die Tanzsport-Versierten aus den drei Vereinen, sondern auch viele Gelegenheitstänzer auf ihre Kosten. In bunter Reihenfolge mischten sich Tänze wie Walzer, Jive, Rumba oder Quickstep aneinander. Die Musik kam dieses Mal allerdings vom Band. „Unsere Band heißt MP3, und der Dirigent ist der Media Player“, witzelte Ulf Seifart.

Der Grund: Die Organisatoren wollten bei der ersten Ausrichtung des neuen Marburger Winterballs nicht das finanzielle Risiko eingehen, eine teure Tanzkapelle zu verpflichten und im schlechtesten Fall den ersten Ball gleich mit einem Defizit abschließen. Allerdings war der Run auf die Karten überwältigend. 180 ­Tickets wurden verkauft, und es gab eine Warteliste. „Der Ball ist super. Wir freuen uns, dass es so etwas gibt“: Diese Aussage von Bettina Damian steht wohl stellvertretend für die Meinung der meisten Ballbesucher. Nach dem großen Erfolg des Winterballs besteht die Aussicht, dass im kommenden Jahr die zweite Auflage stattfindet, und dann in noch etwas größerem Rahmen und vielleicht mit Kapelle der frisch renovierten Marburger Stadthalle.

Das wäre jedenfalls auch im Sinne von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD). „Ich hoffe, dass es in den kommenden Jahren in Marburg wieder mehr Bälle gibt“, sagte Spies in einem Grußwort.

Wie vielfältig und lebendig die Marburger Tanzszene ist, zeigten drei Showeinlagen. Zunächst zeigten Kinderpaare von der TSG Marburg mit einer Show von Standardtänzen auf leichtfüßige und elegante Weise, dass sie nicht zu Unrecht allesamt Mitglieder des hessischen Landeskaders sind.

Nachdem die Tanzgruppen „Mondschein“ und „Lichtblicke“ Einblicke in die ganz andere Welt von Jazz- und Moderndance gewährt hatten, kam ganz am Ende die rasant-wirbelnde Lateinshow von Evgeny Vinokurov und seiner Tanzpartnerin Christina Luft. Das Paar zählt zur deutschen Tanzsport-Spitzenklasse und kämpft bei den deutschen Meisterschaften in Wetzlar im März um Meisterehren. Die beiden Spitzentänzer zeigten, wie sportlich man Tänze wie Rumba oder den Paso Doble interpretieren kann. Zwar wohnen beide in Wetzlar, doch Vinokurov ist als Trainer bei der TSG Marburg quasi schon eingemeindet.

von Manfred Hitzeroth

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