So könnte der geplante Windpark auf den Lahnbergen aussehen. (Archivfoto)
von Uwe Badouin
Marburg. Seit dem 27. März werden die Planungen für einen Windpark auf den Lahnbergen konkreter. SPD, Grüne und Marburger Linke beauftragten den Magistrat gegen die Stimmen von CDU und MBL und bei Enthaltung der FDP „mit vorbereitenden Planungen“ für einen Windpark auf den Lahnbergen.
Seither läuten insbesondere in Ginseldorf die Alarmglocken: Der Ortsbeirat hat sich bereits gegen die Pläne ausgesprochen. Ein Arbeitskreis sammelt Argumente gegen den Standort. „Der AK wendet sich nicht gegen Windenergiegewinnung an sich, es geht auch nicht um ’wir sind dafür, aber nicht vor unserer Haustür’, sondern hier geht es um die Zerstörung der beiden letzten intakten Waldgebiete ’Bürgeler Gleichen’ und ’Lichter Küppel’ der östlichen Lahnberge“, teilte Dr. Philipp Fleischhacker für den AK mit, dem acht Ginseldorfer angehören.
Wie Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Die Grünen) auf Anfrage der OP erklärte, soll der Windpark von den Stadtwerken in Kooperation mit den Unternehmen Juwi AG und HessenEnergie geplant werden. Der Grund: Die Investition in die acht bis 12 großen Windräder wäre für die Stadtwerke alleine nicht zu schultern.
Allerdings ist die Durchsetzung eines Windparks auf den Lahnbergen keineswegs einfach, denn im Entwurf des neuen Regionalplans für Mittelhessen zählen die Lahnberge nicht zu den Vorranggebieten für die Windenergienutzung. Gleichwohl sieht Kahle Chancen für eine Realisierung des Projekts. Er sprach von „atmosphärischen Änderungen“ in der Haltung der CDU-FDP-Landesregierung zu regenerativen Energien.
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