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Willi und der Karneval der Tiere

OP-Verlosung Willi und der Karneval der Tiere

Willi Weitzel hat sich ­einen Traum erfüllt: ­Gemeinsam mit den Wiener Symphonikern hat er eine CD aufgenommen, den „Karneval der Tiere“.

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Der Stadtallendorfer Fernsehmoderator Willi Weitzel hat zusammen mit den Wiener Symphonikern eine CD herausgebracht.

Quelle: Welterforscher Film

Marburg. „Es war ganz schrecklich“, antwortet Willi Weitzel, auf die Frage, wie denn sein neuestes Projekt gewesen sei, und lacht herzlich. Dann schiebt er nach: „Man bekommt den Auftrag für einen Text und ein Datum, zu dem selbiger fertig sein soll. Und schon hatte ich eine Schreibblockade.“

Eines Nachmittags gibt sich der 43-jährige gebürtige Stadtallendorfer dann doch einen Ruck, setzt sich an den Schreibtisch und beginnt. „Als ich einen Anfang hatte, lief es quasi aus meinen Fingern raus. Da habe ich an einem Tag allesgeschrieben“, berichtet er nicht ohne Stolz.

CD bietet Unterhaltung und Spaß für die ganze Familie

Was er geschrieben hat, ist große Unterhaltung für Jung und Alt: Gemeinsam mit den Wiener Symphonikern hat Weitzel, der mit der Fernsehsendung „Willi wills wissen“ bekannt wurde, den „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns neu vertont und auf CD gebrannt. Während die Musiker die einzelnen klassischen Stücke spielen, hat Weitzel zoologische Phantasie bewiesen und lustige Zwischentexte verfasst.

Da gibt es unter anderem Elefanten in rot-weiß geringelten Strümpfen mit Sonnenbrillen und Sombreros, als Esel verkleidete Weißbartgnus, einen lispelnden Tausendfüßler mit Clownsnase, eine als Wahrsagerin verkleidete Warzensau, einen Marabu im Gewand eines katholischen Bischofs, Klavier-Zebras, angetrunkene Hyänen und Schmetterlingsfische. Den Vorsitz des Karnevals hat übrigens der Löwe, ein Faschingsmuffel, der von seinen elf Löwinnen im Schlaf zurechtgemacht wurde – mit „glitzerpink lackierten Krallen“ und Raster-Zöpfen in der Mähne.

Eingebracht hat Weitzel in die Texte viele eigene Erfahrungen von seinen Reisen nach Afrika. „Die Leberwurstbäume habe ich tatsächlich gesehen und die waren so einprägsam, die musste ich einfach in der Geschichte unterbringen“, betont er. Und so erzählt er, wie er da in seiner Hängematte, die zwischen zwei Leberwurstbäumen gespannt ist, liegt und die Tiere an der Wasserstelle beobachtet: „Ich hörte die Tiere sprechen – so wie wir Menschen es tun. Elefanten in rot-weiß geringelten Strümpfen mit Sonnenbrillen und Sombreros tröteten ‚Lasst uns Konfetti in die Luft blasen.‘ Eine auf den Hinterbeinen hüpfende Antilope mit einer Bananenkrone auf dem Kopf kreischte kichernd: ‚Hilfe, eine Luftschlange will mich erwürgen.‘ Und ein Erdhörnchen in einem viel zu engen Wespenkorsett Arm in Arm mit einer als Vampir verkleideten Stechmücke sang: ‚Einmal im Jahr ist Karneval, der Karneval der Tiere.‘ Und den durfte ich als einziger Mensch zufällig beobachten“, heißt es ganz zu Anfang der CD.

Verlosung
Die OP verlost sechs Exemplare der CD „Karneval der Tiere“ von Willi Weitzel und den Wiener Symphonikern. Wer gewinnen möchte, schreibt bis Mittwoch, 14. Dezember, eine E-Mail mit Name und Adresse unter dem Stichwort „Karneval der Tiere“ an feedback@op-marburg.de

„Es war unglaublich toll, sich die vielen verschiedenen Tiere auszudenken“, berichtet Weitzel. Besonders schwierig an dem Projekt sei gewesen, den Tieren bei der Aufnahme im Studio auch jeweils eine eigene Stimme zu verpassen. „Der Löwe muss sich schließlich anders anhören als der Tausendfüßler“, erklärt der Fernsehmoderator.

Als die Texte fertig sind, geht es ins Tonstudio. Kurz zuvor haben die Wiener Symphoniker unter der Leitung des jungen, israelischen Dirigenten Lahav Shani, der ab der Saison 2017/18 der Erste Gastdirigent des Klangkörpers ist, die Musikstücke im Wiener Konzerthaus aufgenommen. „Leider konnte ich da nicht dabei sein“, sagt Weitzel.

Zusammenarbeit ist Premiere für Wiener Musiker

Die CD ist die erste Veröffentlichung von „Young Symphony“, dem Kinder- und Jugend-Programm der Wiener Symphoniker, mit dem junge Publikumsschichten für das Orchester begeistert werden sollen. Neben Saint-Saëns’ „Karneval der Tiere“ ist auch Benjamin Brittens „Young Person’s Guide to the Orchestra“ auf dem Tonträger zu hören. „Das heißt natürlich nicht, dass die CD ausschließlich für Kinder, Jugendliche und Klassik-Einsteiger geeignet ist“, erklärt Johannes Neubert, Intendant der Wiener Symphoniker. „Die wunderbaren Melodien und Klangfarben des Karnevals sprechen einfach alle an.“

Die Zusammenarbeit mit dem TV-Moderator stellte für das Orchester eine weitere Premiere dar. „Die Wiener Symphoniker sind schon lange mein absolutes Lieblingsorchester“, erzählt Weitzel, wie es überhaupt zu der Kooperation mit den Musikern aus Österreich gekommen ist: „Ich freue mich sehr, dass die Zusammenarbeit geklappt hat und bin wirklich sehr stolz auf das, was da entstanden ist. Vielleicht können wir das Stück im nächsten Jahr sogar mal gemeinsam aufführen“, sagt Weitzel: „Für mich ist es das tollste Weihnachtsgeschenk, was ich dieses Jahr zu verschenken habe.“

von Katharina Kaufmann-Hirsch

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