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Wieder freier Blick auf Stadt und Lahn

Sichtschneise Wieder freier Blick auf Stadt und Lahn

Geschichts- und Kulturverein sowie Ortsbeirat Wehrda haben die Sichtschneise angeregt.

Von der Burgruine Weißer Stein in Wehrda können Besucher nun wieder in Richtung Stadt schauen. Beim Ortstermin am Dienstag lag dieser allerdings unter einer Dunstglocke.

Quelle: Heiko Krause

Wehrda. Auf vielfachen Wunsch hat die Stadt für eine Sichtschneise durch den Wald gesorgt. Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) verwies bei einem Ortstermin am Dienstag darauf, dass man gerne die Anregungen von Geschichts- und Kulturverein und Ortsbeirat aufgegriffen habe, um das ehedem attraktive Ausflugsziel noch aufzuwerten. Als im vergangenen Jahr zahlreiche Informationstafeln eingeweiht worden waren, sei der Wunsch an ihn herangetragen worden. Eine der Tafeln muss nun geändert werden. Denn auf ihr steht, dass der Weitblick leider nicht mehr möglich sei, und das ist nun natürlich nicht mehr richtig.

Kahle erinnerte daran, dass früher die Sicht ins Lahntal von dem damals waldfreien Berg auch frei gewesen sei, dies zeigten unter anderem Zeichnungen Otto Ubbelohdes und alte Fotos aus dem 19. Jahrhundert. Und jetzt ist es wieder möglich, über den alten Ortskern von Wehrda mit dem Turm der Martinskirche, über die Diakonie hin zu Altstadt, Schloss und Elisabethkirche die Blicke schweifen zu lassen. Und bei guter Sicht ist selbst der Frauenberg gut zu erkennen. „Die Burgruine Weißenstein ist und bleibt ein schönes Ausflugsziel und öffnet nun den Blick auf Historisches und Aktuelles“, so der Bürgermeister. Wie Kahle weiter betonte ist durch die direkte Sichtachse zumindest mit einem guten Fernglas auch vom Schloss aus wieder die Burgruine zu lokalisieren.

Dass die Bäume entfernt wurden, sei auch aus ökologischer Sicht gut, sagte Kahle. Denn der jetzt freiwerdende Platz werde zugunsten der Tier- und Pflanzenwelt wieder von Kleinwuchs bedeckt. Dieter Happel, zuständiger Sachbearbeiter vom Fachdienst Stadtgrün, hob hervor, dass dabei auch der Artenschutz beachtet worden sei. Deshalb stünden beispielsweise auch noch Baumstümpfe, die bereits von Höhlenbrütern bewohnt gewesen seien.

Ortsvorsteher Dirk Vaupel lobte die schnelle Umsetzung. So werde die Arbeit des Geschichtsvereins unterstützt, ohne den es den Ort so schön, wie er sei, sicher nicht gebe. Dessen Vorsitzender schwärmte vor allem „vom romantischen Blick auf die sich durchs Tal schlängelnde Lahn“.

Die Burgruine ist direkt hinter dem Ortsausgang Richtung Goßfelden links über einen Weg erreichbar, der von dort ausgeschildert ist.

von Heiko Krause

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