Der Psychologe Winfried Rief und der Direktor der Marburger Herzchirurgie Reiner Moosdorf spielen mit der gängigsten Placebo-Metapher: Ein paar kleine Pillen ohne Wirkstoff, und schon geht es dem Patienten besser, obwohl er nur Zucker und Farbstoff bekommen hat.
Marburg. Medikamente oder Therapien, die helfen, obwohl sie eigentlich keine Wirkung haben dürften, geben Aufschluss über die Heilkraft der Psyche. Sie könnten den Umgang von Ärzten mit Medikamenten und Patienten grundlegend verändern.
So hat die Forschergruppe Belege dafür, dass die Erwartungen, die der Arzt dem Patienten vermittelt, entscheidend für die Linderung von Beschwerden ist.
Außerdem zeigt sich, dass Medikamente und ihre Nebenwirkungen gespart werden könnten, weil der Körper mit Hilfe von Placebos ihre Wirkung nachahmen lernt.
von Tim Gabel
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