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Wie Sprache Barrieren überwindet

Schultheater Wie Sprache Barrieren überwindet

„Raus mit der Sprache“ - unter dieser Überschrift ging das Schultheater im ausverkauften Kulturladen über die Bühne.

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Zum Ende überwinden die Kinder die kulturellen Barrieren und lernen begeistert etwas über die fremde Kultur.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. „Heimat ist, wenn man nichts vermisst, wenn alle da sind, wenn alles an seinem Platz ist.“

Bei diesen Worten kommen einem Erwachsenen dieser Tage umgehend düstere Gedanken, beschäftigen uns doch seit Monaten Menschen, die Viele und Vieles vermissen, die keine Heimat haben.

Bevor sich das Schultheaterstück „Raus mit der Sprache“ von den Kindern der 5b an der Otto-Ubbelohde-Schule allerdings mit dem schweren Thema Flüchtlinge beschäftigte, ging es zunächst vor allem um Sprache.

Durch den Gesangsbeitrag „Worte haben sehr viel Macht“ wurde den Zuschauern, die den Kulturladen KFZ bis auf den letzten Platz füllten, zunächst die große Bedeutung von Sprache als Kommunikationsmittel verdeutlicht.

Anschließend untersuchten die Kinder, verkleidet als weißhaarige Wissenschaftler, was es mit Sprache eigentlich auf sich hat. In klar gegliederter Reihenfolge ging es dabei zunächst um den Stimmapparat, dann dessen Entwicklung im Laufe der Evolution und schließlich die ersten Sprachen der Urmenschen Afrikas.

Anschließend wurde anhand vieler Beiträge mit einzelnen Wörtern in unterschiedlichsten Sprachen rund um den Globus die enorme Vielseitigkeit von Sprache in der Gegenwart verdeutlicht.

Mit dem Satz „Wo wir hinein geboren werden und welche Sprache wir sprechen, das ist reiner Zufall“ leiteten die Kinder unter Regie von Ulrike Gernandt-Reuss, die Englisch und Theater unterrichtet, schließlich zum Schlussthema über. In diesem Kapitel sah sich ein „Idomeni“ genanntes Mädchen, gespielt von Inès Quijano, zunächst in ihrer neuen Heimat mit ablehnend eingestellten Gleichaltrigen konfrontiert.

Mädchen „Idomeni“ wird von den Kindern akzeptiert

Doch zum Glück gibt es Sprache, und diese beherrscht Idomeni ausreichend, um die Barrieren zu überwinden, sodass sie schlussendlich von den anderen Kindern akzeptiert wird.

Am Ende des Schultheaterstücks sitzt das Mädchen auf einem traditionellen argentinischen Tuch und bringt den anderen Kindern ihre Sprache und ihr Verständnis von Heimat bei.

von Marcus Hergenhan

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