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Wie Schüler Marburg mitgestalten

1. Regionale Lernstatt Demokratie in Hessen Wie Schüler Marburg mitgestalten

Aufruf zum Respekt füreinander, das Knüpfen internationaler Kontakte, die Teilnahme an Fraktionssitzungen – die Schulprojekte, die vorgestellt wurden, zeugten von hohem demokratischem Interesse bei den Schülern.

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Meryem Aric und Johanna-Maria Zipper von der Europaschule Gladenbach stellten ihr Projekt vor.

Quelle: Rike Werner

Marburg. Krieg, Gewalt und Flucht sind in den Medien gegenwärtige Themen. Auch deshalb braucht die Demokratie 
Interesse, Verantwortung und Mitgestaltung. Die 1. Regionale Lernstatt Demokratie in Hessen, die in der Richtsberg-Gesamtschule stattfand, förderte das demokratische Engagement von Schülern.

„Demokratie entwickeln und Demokratie schützen“, lautete 
das Motto der Veranstaltung, zu der sich elf Schulen aus der 
Region versammelten. Acht der Schulen stellten während einer Ausstellungspräsentation laufende Schulprojekte und Initiativen vor, die es den Schülern ermöglichen, sich auf kreativer, 
 alltagsnaher Ebene mit der 
Demokratie zu befassen.

Reger Austausch zwischen den Teilnehmern

„Eine gute Schule ist eine 
demokratische Schule“, betonte 
Helmolt Rademacher vom 
 Hessischen Kultusministerium. Der Projektleiter von „Gewaltprävention und Demokratie­lernen“ (GuD) war gemeinsam mit Professorin Katrin Höhmann, Leiterin des Regionalteams Süd des Deutschen Schulpreises, einer der Organisatoren der Veranstaltung. „Die Projekte sind durch demokratisches Handeln inspiriert, wir wollten ihnen die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren“, erklärte Rademacher.

Die Vorstellung der Projekte, die per Plakat, Leinwand oder Power-Point-Präsentation ablief, übernahmen Lehrer und Schüler der jeweiligen Schulen. Vor allem die Schüler berichteten von den eigenen Erfahrungen, die sie durch die Projekte sammeln konnten und beantworteten die Fragen der anderen Teilnehmer. Schon während den Präsentationen entstand dadurch ein reger Austausch zwischen den Teilnehmern. Im Vordergrund standen das 
Engagement und die Eigenverantwortlichkeit der Schüler bei den Projekten.

„Das Faszinierende heute ist, dass alle Schulformen vertreten sind und alle auf Augenhöhe engagiert miteinander diskutieren“, betonte Höhmann. Vertreter von Gymnasien, 
 Gesamt-, Haupt,- Real-, Grund-, und Hochschulen hatten sich für die Lernstatt versammelt.

Von der Europaschule Gladenbach gaben beispielsweise 
Meryem Aric und Johanna-­Maria Zipper den weiteren Teilnehmern einen Einblick in die „Europakonferenz“, zu der die Schule 72 Schüler aus 10 verschiedenen Nationen eingeladen haben.

Ein Plädoyer für Respekt und Achtung

Die beiden Schülerinnen berichteten von ihren Erfahrungen, die sie durch diese internationalen Bekanntschaften machen konnten. „Das internationale Denken der anderen Schüler hat uns sehr beeindruckt“, sagte Aric. Jolanda Schirnding, von der Richtsberg-Gesamtschule stellte das Kinder- und Jugendparlament Marburg sowie dessen Ziele und Reichweite vor. „Das ist unsere Möglichkeit, Marburg mitzugestalten“, betonte die Schülerin. Auch die Anwesenden zeigten sich beeindruckt, von Marburgs Schüler-Interessenvertretung.

Die Gustav-Heinemann-Schule in Rüsselsheim stellte ein Kooperationsprojekt zwischen der Oberstufenschule und der örtlichen Grundschule vor. Es handelte sich um einen Animationsfilm, den das Gymnasium in Zusammenarbeit mit der Grundschule erstellt habe, erklärten die Schüler. Der Film zeigte Kinder in verschiedenen Situationen und plädierte für Respekt und Achtung voreinander sowie vor den verschiedenen Religionen und Kulturen.

Im Anschluss an die Ausstellungspräsentation hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, an sechs verschiedenen Workshops zu den Themen Flüchtlinge, Menschenrechte, Inklusion und Partizipation teilzunehmen.

von Rike Werner

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