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"Wider den Aktivierungswahn"

Erwerbslose "Wider den Aktivierungswahn"

Heute startet der „Arbeitskreis Erwerbslose“ eine Vortragsreihe, in der die „Aktivierung von Arbeitslosen“ unter verschiedenen Gesichtspunkten kritisch diskutiert wird.

Marburg. Schon seit 30 Jahren setzen sie sich für die Belange der Erwerbslosen ein, stehen ihnen mit Rat und Tat bei Fragen rund um das Thema der Sozialleistungen zur Seite und kämpfen für ihre Interessen.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens erweitern die Mitglieder des „Arbeitskreis Erwerbslose“ nun ihr beratendes Repertoire und führen unter dem Titel „Wider den Aktivierungswahn - gegen die Ideologie des aktivierenden Staates und deren Umsetzung durch das KreisJobCenter“ eine Veranstaltungsreihe mit Vortragsveranstaltungen durch, in der Wissenschaftlerinnen aus ganz Deutschland kritisch über den praktizierten Umgang der Arbeitslosen in den Arbeitsagenturen referieren.

Alle Veranstaltungen richten sich, wie es der Arbeitskreis formuliert, „gegen die Annahme, dass die Krise auf dem Arbeitsmarkt aus dem Fehlverhalten von Erwerbslosen und Beschäftigten zu erklären ist und es daher nötig sei, sie zu richtigem Verhalten zu aktivieren“.

Den Anfang der Veranstaltungsreihe bildet heute der Vortrag „Fördern und Fordern - Nebulöse Dienstleistungen statt sozialer Rechte“ (19 Uhr, Höörsalgebäude) von Dr. Helga Spindler, die ihres Zeichens als Professorin für öffentliches Recht am Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik der Universität Duisburg-Essen tätig ist.

Fortgeführt wird die Veranstaltungsreihe im Juni von der Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität, Karen Schierhorn, die über „den Eigensinn der Kunden und der Unsinn der Aktivierung“ spricht.

Im Juli referiert Dr. Christiane Morgenroth, die als Professorin für Sozialpsychologie an der Leibniz Universität Hannover lehrt, schließlich über „Aktivierung und Selbstbehauptung“.

Dr. Stephan Lessenich, der Professor für vergleichende Kulturanalyse am Fachbereich Soziologie an der Universität Jena, referiert letztlich im November über „die Neuerfindung des Sozialen und die soziale Zurichtung durch den aktivierenden Staat“.

Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe vom DGB Kreis Marburg-Biedenkopf, der GEW Marburg-Biedenkopf, dem ver.di-Bezirk Mittelhessen, der Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. Marburg sowie dem Rosa-Luxemburg Club Marburg.

Der „Arbeitskreis Erwerbslose“ bietet Beratung in der Universitätsstraße 4 an: Dienstags und Mittwochs von 12 bis 16 Uhr. Termine können unter 06421 / 620229 vereinbart werden.

von

Katharina Meyer zu Eppendorf

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