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„Wichtig ist für uns der Dialog“

Serie "Unser Stammtisch" „Wichtig ist für uns der Dialog“

Vom „Knipser“ bis zum Profi, vom Künstler bis zum Techniker, vom Studenten bis zum Senior - beim Stammtisch der ­Fotocommunity Marburg ist jeder vertreten. Auch deshalb wächst der Treff seit vier Jahren stetig.

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Fotograf Markus Farnung erklärt Klaus Gerber, Dr. Jürgen Hocke und Anton Lyubimov Einzelheiten zum sogenannten "Weißabgleich" an seinem Computer.

Quelle: Lisa-Martina Klein

Marburg. Am zweiten Dienstag jeden Monats trifft sich der Fotocommunity-Stammtisch um 19 Uhr im Irodion in Marburg. 54 Mitglieder hat der Stammtisch inzwischen, eines davon ist Andreas Maria Schäfer. „Angefangen haben wir vor vier Jahren mit sieben Interessierten, seitdem wächst der Stammtisch kontinuierlich“, erzählt Schäfer stolz. Auch dieses Mal sind drei neue Gesichter dabei.

Schäfer hatte den Stammtisch für Fotografie-Begeisterte ins Leben gerufen, weil er den Austausch mit Gleichgesinnten gesucht hatte. Auf der Online-Plattform fotocommunity.de fand er diese auch. „Wichtig ist für uns der Dialog, es lernt nämlich nicht nur der Anfänger was vom Profi, auch die ‚Knipser‘ haben manchmal Kniffe drauf, die sie weitergeben können“, sagt Schäfer.

Fotografiert hat er schon als Kind, so richtig zur Fotografie kam der 58-Jährige aber erst mit der Digitalfotografie. Seitdem widmet er sich der Streetfotografie in Deutschland und dem europäischen Ausland. „Neues Lernen“ ist ein zentrales Thema des Stammtisches. Bei jedem Treffen gibt es dafür einen kleinen Vortrag eines Mitgliedes. Dieses Mal referiert Markus Farnung aus Lahntal rund 20 Minuten über den „Weißabgleich“. Gerade bei der Studiofotografie sei es wichtig, erklärt Farnung den 34 Anwesenden die Technik. Er hält eine „Graukarte“ in der Hand, auf der einen Seite Grau, auf der anderen Weiß. Diese hält der Fotograf vor das zu fotografierende Motiv und knipst. Die Kamera weiß nun, was ‚Weiß‘ ist, denn es gibt viele Weißtöne, je nach Farbtemperatur und Lichtstimmung vor Ort. Interessiert stellen die Mitglieder Fragen. Hinterher zeigt Farnung an seinem Laptop Bilder und erklärt Einzelheiten noch einmal.

Viele Mitglieder hätten über die Jahre gravierende Fortschritte gemacht, sagt Schäfer. Einer von ihnen ist Anton Lyubimov. Ihn fasziniert die Menschenfotografie, vor allem Konzerte lichtet er gern künstlerisch ab. „Mir hilft es sehr, mich mit anderen Mitgliedern auszutauschen, vor allem die praxisnahen Tipps helfen mir. Seit vier Jahren bin ich dabei und seitdem hat sich meine Ausbeute von guten Fotos sehr verbessert“, erzählt er.

Das gelernte Wissen wenden die Fotografen zum Beispiel bei gemeinsamen Exkursionen an. In Kleingruppen fotografieren sie bestimmte Themen und diskutieren die Resultate hinterher beim Stammtisch direkt per Beamer und Leinwand im ­Irodion.

Nach dem Vortrag kommt der organisatorische Teil. Schäfer steht mit seiner Mappe im Raum, gibt Themenlisten herum und nimmt Vorschläge für kommende Ausstellungen entgegen. „Mitgliedschaft durch Eingebundenheit anstatt äußerlicher Formalien wie Mitgliedsgebühren“ nennt er das.

Regelmäßige Ausstellungen

Eine Ausstellung hat die Gemeinde regelmäßig im Ahrens; alle drei bis vier Monate wechseln sie im Obergeschoss die Bilder aus, ­jedes Mal gibt es neue Fotos zu einem neuen Thema.

„Ein Highlight der vergangenen Jahre waren auf jeden Fall die Foto-Tage Marburg der Volkshochschule Marburg. Dort hatten wir eine der größten Ausstellungen, bei der viele Mitglieder Bilder ausgestellt hatten“, resümiert Schäfer. Interessierte sind jederzeit willkommen, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

von Lisa-Martina Klein

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