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Wetteraner auf großer Jagd

Reitsport Wetteraner auf großer Jagd

Wenn die Turnierreiter die „grüne Saison“ beenden und fortan in der Halle ihrem Sport nachgehen, dann beginnt die Saison der Jagdreiter.

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Die Taunusmeute und die Rheinlandmeute gehen in Wetter mit ihren Foxhounds an den Start.

Quelle: Martin Diehl

Wetter. Wetter. Die Wälder färben sich rot und gelb, der Nebel liegt morgens auf den Feldern. Wenn die meisten sich noch einmal die Decke über den Kopf ziehen, dann satteln die Jagdreiter ihre Pferde.

So auch der Wetteraner Martin Keßler, Mitglied im hiesigen Reitverein Wetschaftstal und begeisterter Jagdreiter. Zu seinem 50. Geburtstag vergangenes Jahr sollte es in Wetter etwas ganz Besonderes geben: eine Meutejagd mit fünfzig Hunden. Zwei Meuten wurde dafür eingeladen. „Kennelhusten“ – eine Hundekrankheit – verhinderte jedoch das Erscheinen der Taunusmeute. Weil es am Ende aber auch mit nur einer Meute eine tolle Veranstaltung war, die nicht den Jagdreitern und dem gesamten Verein Spaß gemacht hat, wagen die Wetteraner nun einen neuen Anlauf.

Für die Jagd am Samstag, 19. Oktober, sind die in Wetzlar beheimatete Taunusmeute und die Rheinlandmeute geladen. Beide haben Foxhounds. Spurtreu und laut wünscht sich der Jagdreiter die Hunde. „Gejagt“ wird kein echtes Wild. Ein Reiter reitet vorneweg und legt eine künstliche Fährte – die sogenannte Schleppe. Daher kommt der Begriff Schleppjagd.

Niemand muss springen oder galoppieren

Das macht die Wegführung kalkulierbar, gezielt können Hindernisse in die Streckenführung eingebaut werden, die – anders als im Turniersport – nicht aus bunt bemalten Hindernisstangen, sondern aus kompaktem sehr naturbelassenem Material bestehen. In Wetter werden die Hindernisse zu umreiten sein, so dass auch Reiter, die diese Hindernisse nicht springen wollen, an der Schleppjagd im sogenannten nichtspringenden Feld teilnehmen können. Die Teilnahme am springenden Feld und am nichtspringenden Feld kostet 30 Euro.

In einem dritten Feld können selbst die Reiter, die nicht galoppieren wollen, auf einer verkürzten Strecke dem Geschehen im Schritt folgen. Die Teilnahme dort kostet 10 Euro. Alle Reiter erhalten Getränke- und Essenswertmarken, die vor, während und nach der Jagd eingelöst werden können.

Ein Planwagen bringt Zuschauer an die besten Aussichtsplätze – und natürlich ist vor der Jagd, unterwegs am Stopp und nach der Jagd für Verpflegung gesorgt. Für unberittene Zuschauer ist die Teilnahme kostenlos.

Vor der Jagd liest der Dekan Dr. Karl-Ludwig Voss, wie im vergangenen Jahr, ab 11.30 Uhr eine öffentliche Hubertusandacht in der Reithalle In der Binge. Abritt ist um 13 Uhr.

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