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Wer, wie, was: Bürger im Einsatz für Flüchtlinge

Übersicht Wer, wie, was: Bürger im Einsatz für Flüchtlinge

Seit 2014 haben hunderte von Asylsuchenden im Landkreis Zuflucht gefunden. Bürgerinitiativen in allen Kreisteilen sowie Landkreis und Kommunen bemühen sich, die Flüchtlinge im Alltag zu unterstützen.

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Eine Familie aus dem Kosovo erlebt eine Weihnachtsfeier für Flüchtlinge. Die Initiativen, die im Landkreis von Bürgerhand für Flüchtlinge organisiert werden, sind vielfältig. In allen Kreisteilen haben sich Ehrenamtliche zusammengeschlossen, um für die Neuankömmlinge da zu sein – wer mitmachen will, findet auf unserer Seite die Ansprechpartner.

Quelle: Swen Pförtner

Marburg. Die Oberhessische Presse hat gesammelt. Seit unserem Aufruf Ende Januar haben sich verschiedene Initiativen bei uns gemeldet, um ihr Angebot in der Flüchtlingshilfe vorzustellen. Viele andere Angebote müssen erst noch entstehen, manche von ihnen nehmen gerade erst ihren Anfang und fehlen deshalb noch in unserer Übersicht.

Die zusammengetragenen Informationen sollen allen, die sich einbringen wollen und noch ein geeignetes Betätigungsfeld suchen, bei der Orientierung helfen. Sie sollen die Initiativen unterstützen, neue Mitstreiter zu finden. Nutzen Sie diese Seite, liebe Leser, wenn Sie zur Flüchtlingshilfe im Landkreis einen Beitrag leisten wollen und geben Sie die Informationen gern an andere Menschen weiter.

Eigene Ideen, Angebote, Fragen? Hier gehts zum Online-Kontaktformular.

Nordkreis

  • Die Willkommens-Initiative Cölbe ist ein Kreis von Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren und Flüchtlinge in ihrer Gemeinde ganz nach Fähigkeiten und Notwendigkeiten in Folgendem unterstützen wollen: Deutsch lernen, der Erstbetreuung, Kinder- und Familienbetreuung, Hausaufgabenhilfe, Fahrdiensten, sportlichen Aktivitäten, Hilfe im Alltag, seelsorgerische Hilfe, Hilfe im Krankheitsfall und bei Behördenkontakten, Unterstützung von Wohnraumbeschaffung in den Ortsteilen, Vermittlung bei persönlichen oder kulturell bedingten Problemen. Weitere engagierte Menschen aus allen Ortsteilen sind eingeladen, mitzuarbeiten. Das Team für Organisation und Koordination trifft sich einmal wöchentlich. Kontakt: Iris Enders, Telefon 06427/484025, E-Mail: irisenders@gmx.de oder Silke Jahns, Telefonnummer 06421/30 31 996, E-Mail: S.Jahns1@gmx.de
  • Die Münchhäuser Lehrerin Anja Kerstin Lercher bietet nach Bedarf „Deutsch als Fremdsprache“ sowie die Begleitung von Flüchtlingen zu Arzt- und Behördenbesuchen an. Zur Verfügung steht sie werktags von 12 Uhr bis 15 Uhr sowie montags und mittwochs ab 19 Uhr. Kontakt unter Telefon 06423/963704 oder per E-Mail an: a.-k.lercher@web.de
  • Das Begegnungscafé Goßfelden ist im Nordkreis inzwischen zu einer festen Einrichtung in der Flüchtlingshilfe geworden. „Unsere lieben Flüchtlinge zu begleiten, ist für uns ein Geben und Nehmen und erfordert natürlich auch Zeit und Geduld“, sagt Mitarbeiterin Sabine Barth. Deutschunterricht und das Hinführen zur heimischen Kultur mit vielen jahreszeitlichen Elementen, Tipps für eine sinnvolle Freizeitgestaltung, das Leben in den Vereinen, die Suche nach Praktika, Begleitung zur Kleiderstube oder zur Marburger Tafel mit anschließendem Kochen, Unterstützung bei Behördengängen – all das gehört zum Programm. Alle, die mitarbeiten wollen, sind im Team vom Begegnungscafé willkommen. Fester Termin ist jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, neben der Kirche in Goßfelden, im Roßweg 16. Die Kontaktperson ist Sabine Barth, Telefonnummer 06421/32218, E-Mail: sabine.barth@gruv.de

  Marburg

  • Der Verein Asylbegleitung Mittelhessen engagiert sich landkreisübergreifend in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe. Deutschunterricht, Begleitung im Alltag, zu Behörden, zu Ärzten, Verfahrensbegleitung, Kinderbetreuung, Sport- und Freizeitangebote gehören dazu. Die Mitgliedschaft in dem Verein ist kostenlos. Von den Mitgliedern wird kontinuierliches Engagement für die Flüchtlinge sowie gute vereinsinterne Kommunikation erwartet. Die Mitglieder der Asylbegleitung Mittelhessen treffen sich an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat jeweils um 19 Uhr im Centrum für Nah- und Mitteloststudien in der Deutschhausstraße 12 in Marburg. Interessierte sind zum jeweils ersten monatlichen Treffen eingeladen. Kontakt: Alexandra Obermüller, Vorstandsvorsitzende, E-Mail: Obermueller@asylbegleitung-mittelhessen.de, Internet: www.asylbegleitung-mittelhessen.de

Hilfe für den Alltag, die Freizeit, den Asylantrag

  • Im Netzwerk der Evangelischen Allianz hat sich ein Arbeitskreis von Christen aus verschiedenen Marburger Kirchen, Freikirchen und evangelischen Gemeinschaften gebildet, der Hilfe für Flüchtlinge aufbauen will. „Es gibt in unseren Gemeinden eine ganze Reihe von Ehrenamtlichen, die sich gern engagieren wollen. Es gibt einige Pläne, die noch nicht ganz spruchreif sind“, sagt Alexander Hirsch, Pastor der Anskar-Kirche Marburg. Wer mitarbeiten möchte bei noch zu initiierenden Projekten, kann sich an ihn wenden unter E-Mail: ahirsch@anskar.de oder vorstand@evangelische-allianz-marburg.de sowie unter Mobiltelefon 0174/9342193.
  • Die Vinzenzgemeinschaft Marburg bietet zusammen mit den barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul monatlich wechselnd im Haus der Begegnung vielfältige Gemeinschaftsveranstaltungen an, bei denen sich Marburger und Flüchtlinge zu gemeinsamem Tun treffen können, beispielsweise Näh- und Flickworkshops, Spielenachmittage für Jung und Alt, Trauergruppen für verwaiste Eltern oder auch verwaiste Kinder und Deutsch-Einzelunterricht nach Vereinbarung.
  • Auf Wunsch kann auch angeboten werden: Hilfe bei Behördengängen, Angebote zum Kennenlernen der Stadt Marburg mit preiswerten Geschäften und Einkaufsmöglichkeiten. Ehrenamtliche Helfer können sich bei allen Aktivitäten einbringen und sind unabhängig von Religion und Glaubensrichtung willkommen. Ziel soll vor allem der Aufbau von Kontakten zwischen Einheimischen und Flüchtlingen sein. Ansprechpartnerin ist Schwester Elfriede M. Gollbach, E-Mail: sr.elfriede@hbs-fd.de oder info@vinzenzgemeinschaft-marburg.de, Telefon 06421/ 8891216.
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen Marburg (SkF)bietet in seiner Beratungsstelle für Schwangere und Familien auch für Flüchtlinge Hilfsangebote: Beratung, finanzielle Unterstützung, Second-Hand-Kleidung und Möbel, auch Kinderwagen (kostenlos) für Babys und Kleinkinder. Der SkF arbeitet eng vernetzt mit Kreisjobcenter und anderen Hilfsorganisationen.
  • Ein großer Bedarf an Mitarbeitern besteht vor allem hinsichtlich von Dolmetscherdiensten, um sich mit den Klientinnen verständigen zu können. Der SkF sucht nach Freiwilligen, die bei Bedarf auf Abruf als Dolmetscher bereitstehen können. Ehrenamtliche, die sich einbringen möchten, können auch Familien betreuen – der SkF vermittelt. Kontakt über Telefonnummer 06421/1 44 80, E-Mail-Adresse: info@skf-marburg.de

Ostkreis

  • Die Flüchtlings- und Migrantenhilfe Amöneburg engagiert sich in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, Einzelpersonen und dem Arbeitskreis Asyl Amöneburg in der Flüchtlingshilfe. Der 1987 gegründete Arbeitskreis Asyl Amöneburg ist vermutlich der älteste eingetragene Verein im Landkreis, der sich für Flüchtlinge, Asylsuchende, Migration und Menschenrechte engagiert.
  • Der Arbeitskreis sucht gezielt nach Menschen vor Ort, die sich neu zugezogener Flüchtlinge annehmen können und stellt Kontakte her. „Die Aufgaben und die Möglichkeit zur Mithilfe sind äußerst vielfältig“, sagt Mitorganisator Reinhard Forst und nennt Beispiele: gemeinsamer Spaziergang zum Kennenlernen der Stadt, Adventskaffee zum Kennenlernen, erster Deutschunterricht für Eltern vor Beginn der offiziellen Deutschkurse, Hausaufgabenhilfe für die Kinder, Begleitung bei Arztbesuchen oder auch Mitarbeit beim Sortieren der abgegebenen Spenden. Der Arbeitskreis Asyl hat ein Sparbuch eingerichtet, Spenden fließen in die Hilfe vor Ort. Kontakt: Reinhard Forst, E-Mail: r-forst@web.de, Telefon 06422/1231.
  • Der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Kirchhain organisiert als regelmäßiges Angebot Deutschkurse im Jugend- u. Kulturzentrum Jukuz Kirchhain, Borngasse 29: montags von 9.30 bis 11 Uhr mit Rita Jülich, mittwochs 9.30 bis 11 Uhr mit Doris Elise Golin, donnerstags von 8.30 bis 10.30 Uhr mit Reinhard Heck. Regelmäßiges Angebot: Hausaufgabenhilfe in der alten Rektoratsschule auf dem Kirchhof mit Martina Seifer-Pawlik (nach Absprache mittwochs 15 bis 16 Uhr). Ein weiteres Angebot, das unregelmäßig stattfindet: Begegnungscafé im Jukuz Kirchhain, Borngasse 29, mit Helga Sitt (Infos unter E-Mail: helga_sitt@web.de). Kontakt zum Arbeitskreis über Pfarrer Rainer Wilhelm, Telefon 06422/2027, E-Mail: Rainer.Wilhelm@ekkw.de

Von Sprachunterricht bis zu finanzieller Unterstützung

  • Der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Rauschenberg begleitet die in Rauschenberg lebenden derzeit rund 50 Flüchtlinge im Alltag, gibt Deutschunterricht, hilft bei Behördengängen, Schulanmeldungen und Arztbesuchen und organisiert Feste und Ausflüge. Weitere Ansprechpartner für Flüchtlingsfamilien, vor allem Neuankömmlinge, werden gebraucht. Auch Mithilfe beim Deutschunterricht ist willkommen. Der Deutschunterricht findet dienstags ab 15 Uhr in der Alten Schule, Albshäusertorstraße, statt. Ansprechpartner ist Gundel Neveling, Telefonnummer 06425/820163, E-Mail: G Neveling@gmail.com

Hinterland

  • Die evangelische Freikirche „Special Service – Kirche und mehr...“ in Gladenbach und die Christliche Gemeinde Erdhausen bieten ein Sprachcafé mit Deutschunterricht an – immer samstags 10 bis 12 Uhr in der Berliner Straße 1 in Gladenbach. Zudem gibt es in den dortigen Räumen von „Special Service“ eine sozial-missionarische Sprechstunde, wo Alltagshilfen für Flüchtlinge angeboten werden – immer donnerstags 10 bis 12 Uhr. Mitarbeiter werden gesucht, besonders für Fahrdienste, Behördengänge und andere Alltagserledigungen, bei denen Flüchtlinge Unterstützung benötigen. Kontakt: Andrea Dörr-Silvestri, Telefon 0160/7612717, E-Mail: specialservice.einfachda@gmx.de, Martina Franz dos Santos, Telefon 06462/933000, E-Mail: famdosantos@yahoo.de

 Südkreis

  • Der Verein Imbuto, eine internationale Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Fronhausen, hat im November 2014 einen Diskussionsprozess in der Gemeinde Fronhausen zur Unterstützung von Flüchtlingen initiiert und bereits zwei Veranstaltungen ausgerichtet, um konkrete Hilfe für Asylsuchende zu organisieren. Ziel der Arbeit von Imbuto ist es, ein Netzwerk für die Unterstützung von Flüchtlingen im Alltag zu schaffen – der Bedarf ergibt sich aus der Situation der Asylsuchenden, die in Fronhausen unterkommen.

Landkreis sucht nach Wohnraum für Flüchtlinge

  • So können Bürger sich als Begleitung für Behördengänge, Arztbesuche oder andere Unterstützungsangebote im Alltag bereitstellen. Nächste öffentliche Veranstaltung von Imbuto ist am Freitag, 27. März, ab 19 Uhr in Fronhausen – näheres dazu, auch der Veranstaltungsort, wird im Internet unter www.imbuto.de bekanntgegeben. Thema dann: „Flüchtlinge in Fronhausen – Wo wohnen?“ Kontakt: Malte Bering, E-Mail: office@astraev.de oder Hildegard Schürings, E-Mail: h.schuerings@imbuto.net, Telefonnummer 06426/5637.
  • Der Arbeitskreis für Menschenrechte und Menschenwürde in der Gemeinde Lohra engagiert sich in der Alltagshilfe und Begleitung von Flüchtlingen, sei es bei Arztbesuchen, Behördengängen oder Ähnlichem. Auch Deutschunterricht bietet der Verein an wechselnden Orten und zu wechselnden Terminen an. Helfer sind willkommen. Ansprechpartner ist Elfriede Köhler, Telefon 06462/8806, E-Mail: Elfriede@gerhard-koehler.de

Behörden

  • Die Kreisverwaltung für den Landkreis Marburg-Biedenkopf ist erster Ansprechpartner für die Unterbringung von Flüchtlingen. Gemeinsam mit den Kommunen, die Flüchtlinge nach ihren Möglichkeiten aufnehmen, koordiniert sie die Unterbringung. Wohnungen in den Dörfern und Städten werden dauerhaft gesucht. Bürger, die Wohnraum zur Vermietung anbieten können, wenden sich an Roland Döhler, Fachbereichsleiter Ordnung und Verkehr beim Landkreis Marburg-Biedenkopf, Telefon 06421/4051520, E-Mail: Doehlerr@marburg-biedenkopf.de
  • Bei Fragen zur Flüchtlingshilfe stehen auch die Mitarbeiter in den Rathäusern den Bürgern zur Verfügung – sie kennen die Begebenheiten vor Ort, wissen über die Netzwerke Bescheid und können weiterhelfen. Die Stadt Marburg hat fürs Flüchtlingswesen eigens eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Ansprechpartnerin dort ist Gudrun Fleck-Delnavaz, Telefonnummer 06421/201857, E-Mail: G.Fleck-Delnavaz@marburg-stadt.de
  • Menschen im Landkreis, die ihre Ideen noch umsetzen wollen, die Mitstreiter für ihre Initiative suchen oder zu einem späteren Zeitpunkt ihr Angebot vorstellen wollen, können sich jederzeit an die Redaktion wenden – wir stellen Ihre Initiative in der Flüchtlingshilfe gern vor. Kontakt über unser Online-Formular unter www.op-marburg.de/hilfe oder per E-Mail an: landkreis@op-marburg.de

von Carina Becker

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