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Wer hat noch Feldpostbriefe aus Erstem Weltkrieg?

OP-Serie Wer hat noch Feldpostbriefe aus Erstem Weltkrieg?

Für eine OP-Serie zum Thema "Erster Weltkrieg: Der Alltag in Marburg und Umgebung" suchen wir von OP-Lesern Erinnerungsstücke aus der heimischen Region.

Marburg. In diesem Jahr jährt sich der Beginn des Weltkriegs zum hundertsten Mal: Am 1 August 1914 startete der Krieg, an dessen Ende im Jahr 1918 der Zusammenbruch des deutschen Kaiserreichs und der österreichisch-ungarischen Monarchie stand, die beide den Krieg verloren. Kriegshandlungen fanden vor allem in Frankreich, Belgien, Russland und auf dem Balkan statt, während das Staatsgebiet des Deutschen Reiches - auch Marburg - davon fast völlig verschont blieb.

Doch wie beeinflusste der Erste Weltkrieg trotzdem das Alltagsleben in Marburg und Umgebung? Das will die Oberhessische Presse anlässlich von „100 Jahre Erster Weltkrieg“ in einer Serie näher ergründen.

Im Gegensatz zur Zeit des Zweiten Weltkrieges (1933 bis 1945) gibt es keine lebenden Zeitzeugen des Ersten Weltkriegs mehr. So müssen andere Quellen zum Einsatz kommen.

Wir wollen dabei in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde mit Sitz in Marburg die Leser der Oberhessischen Presse, die vielleicht noch familiäre Erinnerungsstücke aus der Zeit um 1914 besitzen, um ihre Mithilfe bitten.

Vielleicht finden sich diese Dinge noch in einem Koffer auf dem Dachboden oder im persönlichen Nachlass von Großeltern oder Urgroßeltern.

n Gesucht werden beispielsweise historische Fotografien aus der Kriegszeit, sowohl von der Front als auch aus unserer Region. Insbesondere bei Bildern, die Soldaten in Uniform zeigen, wären auch Fotos aus den Jahren vor 1914 interessant.

n Spannend wären für die Aufarbeitung auch Briefe oder Postkarten, die Soldaten aus dem Fronteinsatz nach Hause geschickt haben. In selteneren Fällen sind aus ganz Deutschland auch noch Briefe oder Postkarten erhalten, die von den Angehörigen an die Front geschickt wurden. Daher wäre es ganz besonders interessant, solche Briefe auch aus Marburg zu finden.

n Auch Tagebücher oder andere schriftliche Aufzeichnungen von Soldaten wie Zivilisten aus der Zeit zwischen 1914 und 1918 könnten einen wichtigen Mosaikstein für die Serie darstellen.

n Ein besonderes Feld sind spezielle Erinnerungsobjekte an den Krieg. „Das können Uniform-Teile oder Orden sein, aber auch Wehrpässe“, erläutert Dr. Otto Volk vom Landesamt. Interessant könnten aber auch über die Jahrzehnte in den heimischen aufbewahrte „Souvenirs“ aus den Ländern sein, in denen die deutschen Soldaten im Einsatz waren.

„Wichtig ist dabei, dass es dazu auch etwas zu erzählen gibt“, merkt Dr. Volk an.

Im Anschluss an die Auswertung der Quellen in der Oberhessischen Presse würden die Wissenschaftler des an der Marburger Universität angesiedelten Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde gerne Abbildungen oder Scans der Dokumente und Objekte sammeln und dokumentieren, um sie auch längerfristig für die Forschung und für andere Interessierte zugänglich zu machen.

n Wenn Sie uns Bilder und Briefe (Kopien) oder Erinnerungsstücke aus der Zeit von 1914 bis 1918 leihweise zur Verfügung stellen wollen, zu denen es auch noch persönliche Geschichten gibt, schicken Sie diese bitte an die Oberhessische Presse, 35039 Marburg, Franz-Tuczek-Weg 1, oder telefonisch ­(06421/409-353 oder 06421/409-355).

von Manfred Hitzeroth

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